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Wie Meeresrauschen...

HEEK Jedes Jahr treffen sich Mitglieder des Bundes Deutscher Liebhaberorchester in der Landesmusikakademie in Nienborg. Ihr Ziel: im Rahmen eines Orchesterseminars unter der Leitung von Bernd Fugelsang neue Werke einzustudieren.

Im Gegensatz zu den Seminarteilnehmern ist er Berufsmusiker, während es für alle anderen ein reines Hobby ist. Allerdings ein Hobby, das sie ernsthaft und auf hohem Niveau betreiben, wie man im Abschlusskonzert im voll besetzten Konzertsaal der Akademie hören konnte.

Sinfonien des 20. Jahrhunderts hatten sie dafür einstudiert. Unter der Leitung von André Sebald, ebenfalls Berufsmusiker, Soloflötist des Gürzenich-Orchesters in Köln und Professor für Flöte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, spielten sie die Sinfonie Nr.1 D-Dur op.25 von Sergej Prokofjew und drei Sinfonien aus "La mer" von Claude Debussy.

Beide stehen zeitlich an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Kurz bevor Prokofjew 1918 Russland verließ, hatte er die Sinfonie Nr. 1, besser bekannt als "Symphonie classique" in St. Petersburg aufgeführt. Fünf Jahre zuvor traf er dort auch Debussy, bekannt als wichtigster Komponist des französischen Impressionismus.

Für Prokofjew spricht seine gemäßigte Modernität und der klar gegliederte Formaufbau, mit dem er viele Musikliebhaber erreicht. Debussy entfernt sich von der Musik des 19. Jahrhunderts mit Tendenz zu den erweiterten Ausdrucksformen der Neuen Musik.

Musiker gefordert

In beiden Sinfonien waren die rund 60 Musiker extrem gefordert. Hohe Konzentration und Virtuosität paarten sich mit schnell wechselnden Soloeinlagen, die auch das Hör- und Konzentrationsvermögen der Zuhörer forderten.

Debussy schöpft aus dem Klangpotenzial der russischen Musik genauso wie dem der fernöstlichen Musik, die ihm 1889 auf der Pariser Weltausstellung begegnete. Man hörte das Meer buchstäblich rauschen und wogen, vor allem wenn die beiden Harfen sich in den Vordergrund schoben und die Streicher antworteten. Die Kesselpauke drängte sich mehr als einmal energisch und klangstark dazwischen.

Die Zuschauer waren begeistert und die Musiker beim Schlussapplaus sichtbar gelöst. emk

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