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Nützlich oder schädlich?

Bauern und Naturschützer streiten über Krähen

HERBERN Ein Anhänger mit einem Großplakat zwischen Herbern und Ascheberg sorgt für Ärger. "Speiseplan der Krähen: Junghasen, Kiebitze und Gelege aller Arten" ist dort zu lesen. Der Ärger mit Naturschützern ist vorprogrammiert.

Bauern und Naturschützer streiten über Krähen

Zwischen Herbern und Ascheberg macht ein Bauer auf die Krähe als Schädlingsvogel aufmerksam.

Initiator dieser Aktion ist Landwirt Georg Pentrup:  „Ich erlebe laufend, dass Krähen Jungvögel verspeisen.“ Selbst vor jungen Hasen oder gar Lämmern machten sie nicht Halt. Erst neulich habe er beobachtet, wie Krähen ein Drosselnest ausräuberten. „Das nimmt überhand.“

"Massiver Rückgang von Bodenbrütern"

Obgleich Pentrup nach eigener Aussage kein Jäger ist, darf er sich der Unterstützung der Waidmänner sicher sein. Der Herberner Hegeringsleiter Stefan Grünert spricht ebenfalls von einer „radikalen Zunahme von Krähen“. Er verbindet ihr vermehrtes Auftreten mit dem „massiven Rückgang von Bodenbrütern wie dem Kiebitz“.

Er befürchtet durch die Novellierung des Jagdgesetzes eine Verschärfung dieses Problems, da die gemeinsame, effektive Lockjagd von mehreren Jägern auf Krähen dann nicht mehr erlaubt sei.

Naturschützer ist empört

Ganz anders die Reaktion von Erich Neumann. Der Naturschützer aus Selm fuhr neulich an dem Plakat vorbei und regte sich gehörig darüber auf. Denn: „Krähen ernähren sich vorzugsweise von Aas und erfüllen damit eine wichtige Aufgabe im Naturhaushalt.“ Neumann, unter anderem Mitglied im BUND' type='' href='http://www.bund.net/, hält den Schutz der Krähen für absolut richtig: „Die Natur regelt sich selbst.“ Dass etwa die Bestände der Feldvögel seit den 1980er Jahren abnehmen, daran „sind die Bauern zum Teil selbst schuld.“ 

Auch der Werner Vogelkundler Klaus Nowack sieht keine große Gefahr für heimische Singvögel durch die Rabenkrähen: „Richtig ist, dass sie mal ein Nest räubern oder einen Junghasen mitnehmen. Aber im Vergleich zu den Verlusten von Jungvögeln in der Brutperiode auf den Feldern ist das verhältnismäßig wenig. Man darf nicht pauschalieren.“

Georg Pentrup dagegen ist überzeugt, dass die Krähen die Hauptverursacher fürs Singvogelsterben sind. Er hält seine Spruchband-Aktion daher für richtig. Pentrup: „Am liebsten würde ich noch mehr Wagen aufstellen“. 

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