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Blutspende in Herbern gelingt nicht ohne ein großes Team

Blick hinter die Kulissen einer Blutspende

Herbern Bei der regelmäßigen Blutspende in der Profilschule Ascheberg, Standort Herbern, sorgen viele ehrenamtliche Helfer für den reibungslosen Ablauf. Dabei passiert auch viel hinter den Kulissen.

Blick hinter die Kulissen einer Blutspende

Claudia Närdemann (r.) hilft nicht nur vor und hinter den Kulissen, sondern spendet auch Blut. Für Elisabeth Schulz ist es die 35. Blutspende. Foto: Claudia Hurek

Vier Mal im Jahr sorgen viele fleißige Helfer vor und hinter den Kulissen in der Profilschule an der Altenhammstraße in Herbern für einen reibungslosen Ablauf bei der Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Ohne diese Menschen, die man nicht sieht, läufts nichts.

Frühe Vorbereitungen auf die Blutspende

Wer kocht den Kaffee, Tee und Kakao; oder wer schmiert die vielen Schnittchen und Brötchen, die sich die Spender nach der Blutentnahme schmecken lassen? Während das Team des Blutspendedienstes Münster in der Aula, gut eine Stunde vor Beginn, mit dem Aufbau der Liegen für die Spender beschäftigt ist, herrscht in der Schulküche ebenfalls bereits rege Betriebsamkeit.

Dienstbeginn in der Küche ist um 15 Uhr. „Eigentlich machen hier alle alles“, sagt Georg Kampert, seit 55 Jahren beim DRK. „Aber seit vielen Jahren bin ich fast ausschließlich für das Kaffeekochen verantwortlich.“

Viele fleißige Ehrenamtler helfen mit

Claudia Närdemann kümmert sich um die Bestellung bei den örtlichen Lieferanten. „Ich rufe vorab beim Blutspendedienst in Münster an und frage an, mit wie viel Spendern dort gerechnet wird; dazu nehme ich unsere Berechnung und mach dann eine Mischkalkulation“, sagt sie mit einem Schmunzeln. „Das passt eigentlich immer.“

Ulla Krampe, Ingrid Gräwe und Renate Gesenhoff bilden das „Brötchenteam“; Simone Menkhaus kümmert sich um den Nachschub für die Spender. „Ich mache das schon ewig und acht Tage,“ sagt Renate Gesenhoff (71) lachend. „Keine Ahnung wie viele Brötchen ich im Laufe der Jahre schon durchgeschnitten und geschmiert habe.“

Ein eingespieltes Team

Seit 1965 ist sie dabei. Aber nicht nur beim DRK ist die rüstige Seniorin ehrenamtlich engagiert tätig. Seit einigen Jahren unterstützt sie den 2000 gegründeten Seniorenbeirat der Gemeinde im Vorstand; abwechselnd mit Erika Schulte leitet sie jeden Mittwoch von 10.30 bis 11.30 Uhr den Seniorensport, singt mit Ehemann Gerd im Kirchenchor und fährt jeden Dienstag mit der Schwimmgruppe ins Maximare nach Hamm.

Die Gruppe ist in der Schulküche ein eingespieltes Team, sodass es kaum einer Anweisung bedarf. Zuerst kommt das Entnahmeteam aus Münster in den Genuss der leckeren Brötchen. „Wir geben uns immer viel Mühe. Das Auge isst schließlich auch mit“, sagt Renate Gesenhoff, während sie mit wenigen Handgriffen eine Ananas zerlegt. „Das musst du mir unbedingt mal in Ruhe zeigen“, sagt Ingrid Gräwe zu ihr. „So schnell bekomme ich das nicht hin.“ Aber es wird nicht nur gearbeitet, es wird auch viel gelacht und es werden Geschichten von früher erzählt.

Beliebte „Doppeldecker“

Mit viel Eifer sind alle bei der Sache, damit sich die ersten Spender so gegen 17 Uhr an den gedeckten Tisch setzen können. Für die beliebten „Doppeldecker“, üppig belegte Brötchen mit Schinken oder Käse, werden zusätzlich Gurken, Tomaten und Salat geschnippelt. Als Zusatzsnack gibt es Paprikastreifen, Weintrauben und Frikadellen.

Hinter den Kulissen der Blutspende in Herbern

Hier werden die Spender in Empfang genommen und erhalten ihren Anmeldebogen.
Simone Menkhaus sorgt unermüdlich für Nachschub bei den Spendern.
Mitglieder des JRK kümmern sich um die Kinderbetreuung, während Mama oder/und Papa Blut spenden.
Die von "Eier Hugo" angelieferten, bereits gekochten Eier werden von Ulla Krampe (l.) und Renate Gesenhoff gepellt und in Scheiben geschnitten.
Zwischendurch bleibt immer mal wieder kurz Zeit für einen kleinen Plausch
Fachmännisch und blitzschnell hat Renate Gesenhoff die Ananas zerteilt.
Da bekommt man doch richtig Appetit.
Da bekommt man doch richtig Appetit.
Ingrid Gräwe (r.) und Simone Menkhaus
Ingrid Gräwe (l) und Ulla Krampe
Bei Chiara und Marcel vom JRK erhalten die Spender ihren Ausweis zurück sowie eine kleine Aufmerksamkeit als Dankeschön für den kostbaren Lebenssaft.
Hinter den Kulissen wird neben dem Brötchen schneiden, belegen und dekorieren auch viel gelacht.
Georg Kampert kocht rund 320 Tassen Kaffee.
Claudia Närdemann (r.) hilft nicht nur vor und hinter den Kulissen, sondern spendet auch Blut. Für  Elisabeth Schulz ist es heute ihre  35. Blutspende.
„Ich komme gerne her. Wir sind ein großartiges Team und es macht viel Spaß. Außerdem habe ich genug Zeit“, sagt Gesenhoff. „Bis vor einigen Jahren habe ich im eigenen Garten noch Kartoffeln und Gemüse und meine heiß geliebten Tomaten angebaut. Da macht mir leider inzwischen mein Rücken einen Strich durch die Rechnung.“

Insgesamt 151 Spender dabei

Mitglieder des Jugendrotkreuzes (JRK) sorgen dafür, dass das benutzte Geschirr in die Spülmaschine kommt, damit die Tische immer wieder neu eingedeckt werden können. Gegen 20.30 Uhr sind dann alle Spender versorgt; nun muss noch die Küche wieder in einen ordentlichen Zustand gebracht werden, ehe gegen 21.30 Uhr Feierabend ist. Auch die vielen Helfer vom DRK und JRK „vor den Kulissen“, sei es bei der Anmeldung oder auch im Kindergarten haben ihre Arbeit abgeschlossen.

151 Spender, darunter 8 Erstspender, stellten sich beim zweiten Spendetermin 2018 in den Dienst der guten Sache. „Wir hoffen, dass beim nächsten Mal wieder mehr Leute kommen“, sagt Claudia Närdemann.

Wer Gutes tun und einmal die „Doppeldecker“ probieren möchte, ist eingeladen zur nächsten Blutspende am 12. Juli von 16.30 bis 20.30 Uhr.

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