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Der leere Platz neben mir

ASCHEBERG Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn man viele Jahre mit ihm verbracht hat. Das Gefühl von Einsamkeit stellt sich ein, Trauer, Wut und Fassungslosigkeit gesellen sich dazu. „Aber“, so Sebastian Aperdannier, „oftmals bedeutet der Verlust auch die Chance auf einen Neuanfang.“

Der leere Platz neben mir

Wenn ein geliebter Mensch plötzlich geht, ist der Platz neben den Zurückgebliebenen leer und mit der Trauerbewältigung sind die meisten fast immer allein.

Aperdannier war gemeinsam mit Christoph Falley auf Einladung des Mittwochsforum KFD und der Familienbildungsstätte in Ascheberg zu einem literarisch-musikalischen Rezitationsabend, zu Gast. Es war kein gewöhnlicher Abend, sondern die Veranstaltung unter dem Thema „Der leere Platz neben mir...“ fiel unter die so genannten Trauertage, die vom Bistum Münster angeboten werden.

Musik zu Trauer und Abschied

„Denn“, so Aperdannier, „die bisherigen Veranstaltungen haben deutlich gezeigt, dass das Problem der Trauer ein gesellschaftlich unterschätztes Stigma ist“. Christoph Falley und Sebastian Aperdannier boten in der St. Lambertus Kirche Texte und Musik zu Trauer und Trost, Abschied und Verlust. „Mir fehlt Dein Schnarchen, all diese lieb gewordenen Kleinigkeiten. Was ist doch der Mensch ohne das Gegenüber? Wirklich ein Nichts“, stellte Aperdannier in seinem „Brief an einen Verlorenen“ fest.

In der Erzählung schilderte der Münsteraner einfühlsam, wie eine Frau den Tod ihres Mannes erlebt, den Weg aus der Trauer findet und dabei sich selbst erfährt. Ausdrucksvoll und ergreifend beschrieb er das Gefühlschaos, das sich nach dem Tod eines nahe stehenden Menschen auftut. Gefühle, die manch einer der zahlreichen Gäste selber erlebt hatte.

"Laute" Stille

 „Weißt Du, wie laut Stille sein kann?“, diese Stelle aus dem Brief an einen Verlorenen, brachte es genau auf den Punkt. Dennoch verdeutlichte Aperdannier in weiteren Gedichten und vor allem in seiner Liebesgeschichte, dass nach dem Tod für den Zurückgebliebenen längst nicht alles vorbei ist. Im Gegenteil. Es ist die Chance auf einen Neuanfang; und manchmal begegnet einem dann ganz unverhofft eine neue Liebe; so dass „der Platz neben mir“ nicht immer leer bleiben muss.

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