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Diskussion zur Artenvielfalt in Ascheberg

Experten fordern mehr „Mut zur Unordnung“

Herbern Jeder Mensch freut sich über einen gedeckten Tisch – mit Leckereien, bei denen er zugreifen kann. Nicht anders geht es den Insekten. Sie können ihren Tisch nicht selbst decken. Dafür muss der Mensch sorgen. Was kann eine Gemeinde wie Ascheberg für die Artenvielfalt tun?

Experten fordern mehr „Mut zur Unordnung“

Die Gemeinde Ascheberg will sich für die Artenvielfalt einsetzen. Foto: dpa

Kiesgärten und Plastikzäune sind pflegeleicht, aber nichts für Biene, Hummel und Co. Zur Artenvielfalt in Ascheberg fand in dieser Woche eine Infoveranstaltung in der Aula der Profilschule an der Altenhammstraße in Herbern statt.

Die Artenvielfalt sei eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, hieß es da – aber mehr als die Hälfte der Stühle blieb an diesem Abend leer.

Fachleute aus verschiedenen Bereichen

Zentraler Bestandteil der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen. Landschaftsplaner Norbert Blumenroth von der Natur- und Umweltschutz Akademie NRW moderierte die Veranstaltung.

Rede und Antwort standen den Gästen Kreislandwirt Georg Silkenbömer, Ludger Bohnenkamp (Imkerverein), Christian Scheipers (Tiefbauamt), Thomas Zimmermann (Naturschutzzentrum Coesfeld) sowie Kristian Lilje vom Nabu.

Neben Bürgermeister Dr. Bert Risthaus nahmen auch Parteivertreter, Mitglieder des Hegerings und des Heimatvereins teil.

Jeder Garten sollte eine „wilde Ecke“ haben

Die im vergangenen Jahr erstmalig von den Landwirten der Gemeinde gestartete Initiative „Blütenpracht am Wegesrand“ sei schon einmal ein gelungener Anfang. „Natürlich werden wir diese Aktion in diesem und in den nächsten Jahren fortsetzen“, sagte Silkenbömer.

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Das gemeinschaftlich von allen Fachleuten genannte Motto heißt für alle Bürger „Mut zur Unordnung“. In jedem Garten sollte Platz für eine „wilde Ecke“ sein. Ein Beet aus Wildblumen ist das Zuhause vieler Insekten.

Vegetation am Wegesrand

Aber nicht nur die Bürger seien hier gefordert, sondern auch die Gemeinde. Die 180 Kilometer Wirtschaftswege in der Gemeinde müssten nicht zwingend so kurz geschnitten oder gemulcht werden, dass Pflanzen hier keine Chance zum Überleben haben. Hier sollte der Vegetation freier Lauf gelassen werden.

Es gebe seitens der Gemeinde bereits Bestrebungen, überflüssige Wirtschaftswege den Eigentümern zu überlassen.

Experten fordern mehr „Mut zur Unordnung“

Landschaftsplaner Norbert Blumenroth von der Natur- und Umweltschutzakademie NRW bezieht die Besucher in die Diskussion mit ein. Foto: Claudia Hurek

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