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Streit um Gasbohrungen

Fracking: FDP kritisiert Herberner Bürgerinitiative

ASCHEBERG/HERBERN Es war eine unterhaltsame Sitzung im Bauausschuss der Gemeinde Ascheberg: Die SPD fühlte sich von den Grünen beleidigt, die CDU vertraut der Bezirksregierung nicht. Und die FDP wirft allen, die eine Gasheizung benutzen, beim Protest gegen Gasbohren "Heuchelei" vor.

Fracking: FDP kritisiert Herberner Bürgerinitiative

Mit Bannern und Plakaten formulierten die Fracking-Gegner kürzlich ihren Protest. Die FDP wirft ihnen Heuchelei vor: "Da betreiben Leute eine Gasheizung, protestieren aber gegen die Förderung von Gas."

So gesehen kamen die zwei Zuschauer, die jene Sitzung im Bürgerforum dieses Mal hatte, voll auf ihre Kosten. Zuerst moserte SPD-Fraktionschef Christian Ley: "Es gehört sich nicht, dass man in der Presse Unglaubwürdigkeit lanciert." Damit zielte er auf eine Pressemitteilung der Grünen ab. In der hatte deren Ratsherr Hubertus Beckmann nicht nur seine Parteifreunde als die kompetentesten Gasbohr-Gegner dargestellt, sondern auch der CDU einen Informationsvorsprung unterstellt. Dass die SPD vor wenigen Wochen beim Thema Burgschule exakt die gleiche Taktik angewandt hatte, um die CDU anzugreifen, verschwieg Ley allerdings. Stattdessen solle Beckmann anerkennen, dass "der Rat der Gemeinde Ascheberg in Sachen Gasbohren immer mit einer Stimme gesprochen hat und das auch weiterhin tun wird".  

Wie falsch die Genossen mit dieser Einschätzung lagen, zeigte sich beim Redebeitrag von Jochen Wismann, der für seine FDP ohne jede Ironie erklärte: "Die Bürgerinitiative protestiert gegen Gasbohren, obwohl die meisten wahrscheinlich zuhause eine Gasheizung betreiben." Für ihn sei das schlichtweg "Heuchelei". Die FDP werde "natürlich" Anträge auf Gasbohrungen prüfen. "Aber wir können doch nicht von vornherein eine Fördermethode einfach ablehnen. "Zum Schluss machte Ludger Wobbe seinem Ärger Luft. Zum einen, dass die Gemeindeverwaltung Fracking niemals als Thema auf eine Tagesordnung des Ausschusses setzen lasse, sondern lediglich unter Mitteilungen darüber berichte: "Dadurch wird jede Diskussionsgrundlage entzogen."CDU will juristische Hilfe Diskutiert wurde dann aber doch noch, und zwar über die Möglichkeit, dass der Regionalplan eine Gasbohrung in Nordick, wo Hamm-Gas den Bohrer gerne ansetzen möchte, verbietet. Das Problem: Die Entscheidung trifft die Bergaufsicht bei der Bezirksregierung Arnsberg. Und auf die will sich Wobbe nicht verlassen: "Da arbeiten keine 100 Leute mehr, sondern nur noch vier. Und die sollen das alles entscheiden. Das können die doch gar nicht." Der CDU-Fraktionsvorsitzende verlangte deshalb, dass die Gemeinde sich rechtlichen Beistand holt, wenn es in die Diskussionen mit Hamm-Gas und Arnsberg geht. Eine Fortsetzung ist also in jedem Fall garantiert - vielleicht dann mit mehr Zuschauern.

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