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In Herbern fehlen 13 Kita-Plätze

Kita-Anmeldungen stellen Gemeinde vor Probleme

Herbern Zum Kita-Jahr 2018/19 fehlen in Herbern 13 Kita-Plätze. Die Entwicklung ist nicht überraschend, stellt das Kreisjugendamt und die Gemeinde Ascheberg aber vor Probleme. Und: Es fehlen nicht nur Plätze. Auch die Mobilisierung von Fachpersonal wird zur Herausforderung.

Kita-Anmeldungen stellen Gemeinde vor Probleme

Mit der Kita „Abenteuerland“ – hier ein Foto aus der Übergangslösung im Pfarrheim – ist bereits eine neue Einrichtung in Herbern an den Start gegangen. Doch das wird für das kommende Kita-Jahr wohl nicht reichen. Foto: Vanessa Trinkwald

Laut dem aktuellen Kindergartenbedarfsplan des Kreisjugendamtes entsteht zum Kita-Jahr 2018/19 vor allem in Herbern eine große Lücke im U3-Bereich. Mit 70 Anmeldungen hatte die Behörde hier gerechnet, tatsächlich sind es jedoch 82.

Somit wären zwölf Kinder nach jetzigem Stand im kommenden Kita-Jahr nicht versorgt – wohlgemerkt, obwohl mit dem Abenteuerland gerade eine neue Einrichtung an den Start gegangen ist. Dagegen erscheint das eine Herberner Kind, das bei den 3- bis 6-Jährigen noch unversorgt ist (153 Plätze bei 154 Anmeldungen), fast schon als Glücksfall.

Feststeht, dass die Zahl der Kita-Plätze mal wieder nicht ausreicht. Wie das im U3-Bereich in Herbern funktionieren soll, weiß man auch in Coesfeld noch nicht: „Hinsichtlich der Versorgung wird an Lösungen gemeinsam mit der Gemeinde noch gearbeitet.“

Nicht nur Plätze fehlen – auch das Fachpersonal

Im Ortsteil Ascheberg ist die Lage nicht ganz so dramatisch, zumal auch hier mit den „Grashüpfern“ eine neue Einrichtung geschaffen wurde (deren Gebäude allerdings noch im Entstehen begriffen ist – die Kinder sind derzeit in Containermodulen an der Profilschule untergebracht). Laut Kreisjugendamt fehlen hier vier U3- und zwei Ü3-Plätze, sodass in diesem Ortsteil ebenfalls mit Überbelegungen gearbeitet werden kann – was dann im Gegensatz zu Herbern auch das U3-Problem lösen würde.

In Davensberg können sich die Eltern entspannt zurücklehnen, denn hier passt die Planung des Kreisjugendamtes genau: Exakt 40 U3-Plätze werden benötigt, soviel waren auch geplant. Bei den über Dreijährigen wären sogar noch fünf Plätze frei, Davensberg hätte zuziehenden Familien mit kleinen Kindern also sogar noch was zu bieten.

Das Gesamtbild der Gemeinde Ascheberg mit 16 unterversorgten U3-Kindern ist jedoch auch für das Kreisjugendamt besorgniserregend. Denn die Schaffung von Plätzen ist das eine – doch auch die Rekrutierung von Fachpersonal stellt alle Kitas vor eine Herausforderung. Das Kreisjugendamt hat die Einrichtungen deshalb aufgefordert, „zur Gewinnung von Fachkräften Schulpraktika anzubieten, damit Interessenten möglichst frühzeitig der attraktive Arbeitsplatz als Erzieher nahe gebracht werden kann“.

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