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Mitarbeiterin erzählt

Mit der Schlecker-Insolvenz kommt die Ungewissheit

HERBERN/ASCHEBERG. Das monatelange Zittern hat ein bitteres Ende auch für Annette Naber. Sie ist eine der Schlecker-Mitarbeiter, für die in Kürze Schluss sein wird. Mit unserer RN-Mitarbeiterin Tina Nitsche hat sie über ihre Situation gesprochen.

Mit der Schlecker-Insolvenz kommt die Ungewissheit

Annette Naber liebt ihre Arbeit. Seit 18 Jahren arbeitet die gelernte Drogistin und Einzelhandelskauffrau bei Schlecker, doch nun ist damit Schluss.

Am Freitag kam das Aus für alle Schlecker-Drogeriefilialen und eine Nachricht auch an Annette Naber. Die Schlecker-Mitarbeiterin hatte frei, eine Kollegin rief sie an. "Einzelheiten haben wir am Samstag auf der Betriebsversammlung von der Gewerkschaft Verdi erfahren", erzählt sie.

Nach der Zitterpartie der vergangenen Monate kam dieser Schritt für sie völlig unerwartet. "Es kam wieder Ware, die vorher nicht geliefert wurde. Bei jedem Teil, das wieder im Regal landete, wuchs die Hoffnung. Man dachte immer, jetzt geht es wieder aufwärts", erzählt die Aschebergerin. Jetzt das endgültige Ende. Wie sie sich fühlt mit dieser Situation? "Sch...", gibt sie unumwunden zu. "Es ist ja nicht nur der Job, der weg ist, sondern die ganze Gemeinschaft. Es war ein schönes Arbeiten hier, ein tolles Betriebsklima mit den Kollegen. Auch mein Arbeitgeber war völlig okay. Das Geld kam pünktlich, und es herrschte immer ein gutes Einvernehmen." Wann definitiv Schluss ist, das wissen die Schlecker-Frauen auch nicht so genau. "Bis Ende des Monats vielleicht; auch länger bis alles ausverkauft ist?" Fragen über Fragen. Nur Antworten, die lassen auf sich warten. Wie ihre berufliche Zukunft aussieht, das weiß Annette Naber noch nicht. "Ich bin 61 Jahre alt, da wird es schwer. Ich will mich nicht umgewöhnen, denn das ist der Beruf, den ich gelernt habe, der mir immer Spaß gemacht hat." Es falle schwer, sich vorzustellen, dass das jetzt alles vorbei sein soll.   Wie es weitergeht, weiß sie nicht. Ebenso wenig wie die Kolleginnen aus Herbern, Werne und Nordkirchen. "Nichtstun und nur zu Hause sitzen, das stelle ich mir furchtbar vor."

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