Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Bernhardstraße

Schwerlastverkehr staute sich im Ortskern

HERBERN Ein schwerer Unfall auf der A 1 in Höhe der Gemeinde Ascheberg in Richtung Werne erforderte am Dienstag, 19. Juni, eine Vollsperrung der Autobahn. Die Polizei bat die Autofahrer, die Ausweichstrecke über Herbern zu nehmen. Dieser Verkehrshinweis hatte für den Ortskern Herbern unangenehme Folgen.

Schwerlastverkehr staute sich im Ortskern

Karl-Heinz Vogelsang ist erbost über die Umleitung von der Autobahn durchs Dorf.

Dreieinhalb Stunden lang blockierte der Auto- und Schwerlastverkehr den Herberner Ortskern, die Anwohner waren kaum in der Lage, mit ihren Autos aus ihren Grundstückseinfahrten heraus- oder hineinzufahren. "Es war eine extreme Geruchs- und Lärmbelästigung", schildert Karl-Heinz Vogelsang (82), Anwohner der Krumme Straße/Ecke Bernhardstraße, das Chaos in der Dorfmitte.Ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird, sagt er. Im Hinterkopf hat er den sechsspurigen Ausbau der Hansalinie, der beschlossen wurde und bei dem es viele baustellenbedingte Umleitungen geben wird. "Wenn zum Beispiel im Ascheberger Raum die Brücken abgerissen werden müssen, wird der ganze Autobahnverkehr durch den Ort umgeleitet," befürchtet Vogelsang. Eine Gefahr vor allem für die Kinder, die die Bernhardstraße überqueren müssen. Als die Kolonnen durchs Dorf fuhren, sei der Radfahrstreifen nur unter Eigengefährdung zu befahren gewesen.Umleitung führt durchs Wohngebiet

Zudem erhebt er den Vorwurf, dass die Bundesstraße (B 54) widerrechtlich einseitig gesperrt worden sei und eine optimale Verkehrsführung über die B 54 nicht mehr gegeben sei.

"Bei Verkehrsstörungen wird der gesamte Verkehr über eine einzige, mitten durchs Wohngebiet führende Straße abgewickelt", bezieht er sich auf die Bernhardstraße. Für Vogelsang wieder ein Beweis für die Notwendigkeit der Ortsumgehung, die im vergangenen Jahr von der Landesregierung abgelehnt wurde und die viele Befürworter aber auch Gegner fand. "Wir wollen die Diskussion nicht wieder neu aufrollen," fügt seine Tochter Elke Hammwöhner hinzu. "Die Entscheidung ist gefallen."

Aber seitdem sei ein Jahr vergangen und die Alternativlösungen, die die Politiker den Herbernern in Aussicht gestellt hatten, seien bis heute nicht umgesetzt worden.

"Die betroffenen Bürger sehen sich nach wie vor einer hohen körperlichen und nervlichen Belastung durch den starken Verkehr ausgesetzt", führt sie weiter aus. Sie und viele andere fühlten sich im Ort von der Politik nicht ernst genommen. "Die örtlichen Ratsvertreter machen Versprechungen, um die Volksseele zu beschwichtigen. Aber letztendlich setzt sich keiner für uns ein", so Elke Hammwöhner.

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

48. Frühjahrsbasar in Herbern

Hunderte Besucher stürzen sich ins Getümmel

Herbern Viel los war am Wochenende beim 48. Frühjahrsbasar „Rund ums Kind“ in Herbern. Mehr als 12.000 Artikel wurden angeboten. Der Termin für den Herbstbasar steht auch schon fest.mehr...

Steuersenkung in Ascheberg

Familie Mustermann hat 16,28 Euro mehr im Portemonnaie – pro Jahr

Ascheberg Das Leben für die Ascheberger Familie Mustermann verbilligt sich. Um genau 16,28 Euro im Jahr. Weil eine Senkung der Grundsteuer B geplant ist. Doch die Einsparung hätte noch größer ausfallen können.mehr...

Letzter Wolf aus Herbern

Forscher entdecken falsche Zähne im Wolfsmaul

Herbern Vor 183 Jahren starb der letzte Wolf Westfalens in Herbern. Jetzt musste er noch einmal zum Zahnarzt, weil Wissenschaftler Informationen über seine DNA benötigten. Mit überraschenden Erkenntnissen.mehr...

Firma Erben stattet RWTH Aachen aus

Im Einsatz für das größte Hörsaalzentrum Europas

Ascheberg Die Medientechnik für das derzeit wohl größte Hörsaalzentrum in ganz Europa hat die Firma Erben Engineering in Ascheberg entwickelt. Viel Arbeit für ein gerade mal siebenköpfiges Team – das auch an anderen großen Projekten beteiligt ist.mehr...

55 Anmeldungen für die Profilschule

Anmeldezahl reicht für Standortsicherung in Ascheberg

Ascheberg Das Anmeldeverfahren für die Profilschule Ascheberg ist beendet. Jetzt ist klar: Mit 55 Anmeldungen sind zwei Fünfer-Klassen möglich, der Fortbestand der Einrichtung ist für das Schuljahr 2018/19 gesichert. Angestrebt war aber etwas anderes.mehr...

SPD will Steuern in Ascheberg senken

Hauseigentümer und Mieter sollen entlastet werden

Ascheberg Im Ascheberger Hauptausschuss am 15. Februar steht eine Steuersenkung zur Abstimmung. Der SPD geht das nicht weit genug – sie hat ein eigenes Modell ausgerechnet.mehr...