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Senioren-Union sieht Bergbau skeptisch

HERBERN Angst vor den Folgen des Bergbaus und Ärger über so manche Verkehrsproblematik: Die Herberner CDU-Senioren schütteten ihrem Parteifreund Dr. Bert Risthaus, Referent des Landrats, bei einer Informationsversammlung ihr Herz aus.

Senioren-Union sieht Bergbau skeptisch

Vorsitzender Jan-Rudolf Freiherr von Twickel (l.) und sein Stellvertreter Josef Farwick (r.) wollen 2009 nichtmehr weitermachen.

Er informierte sie unter anderem über das Bergwerk Donar. Risthaus warnte vor den Veränderungen für die landwirtschaftlichen Flächen und den Charakter Herberns und berichtete, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung noch ausstehe. Der Kreis Coesfeld habe sich dafür eingesetzt, dass ein zusätzliches Gutachten über den Gebäudezustand erstellt wird. Im Moment gehe die Sache allerdings nicht recht weiter, weil niemand die „Ewigkeitskosten“ des Bergbaus zu übernehmen bereit sei.

Zum Straßenverkehr in Herbern sagte Dr. Risthaus, dass zwischen Autobahn und Ortseingang Herbern eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h beantragt sei. Allerdings fahren hier täglich „nur“ rund 3600 Fahrzeuge, wie Messungen ergeben haben. Für das Straßenbauamt zu wenig, um die Geschwindigkeit herabzusetzen und in absehbarer Zeit einen Fahrradweg zu bauen.

Die Mitglieder der Senioren-Union bekräftigten noch einmal ihre Forderung nach einen solchen Radweg zur Verbindung der Orte Herbern, Ascheberg und Davensberg. Alle Grundstückseigentümer seien zu einer Bereitstellung von Grund und Boden für dieses Projekt bereit. Dr. Bert Risthaus will dieses noch einmal an den zuständigen Stellen vorbringen. Zum Verkehrsknotenpunkt Bernhard-/Merschstraße sagte er, dass die Erstellung einer Ampelanlage, bisher wohl aus finanziellen Gründen gescheitert sei. Zur Umgehungsstraße, so Dr. Risthaus, gebe es noch einiges zu klären: Zum Beispiel, ob die Herberner dieses überhaupt wollen. Und, ob die Straße westlich oder südlich am Ortskern vorbeigeführt werden soll.  

Bei einem Treffen der Senioren-Union in der letzte Woche teilte Jan-Rudolf Freiherr von Twickel aus Ascheberg mit, dass er nach zehn Jahren im Frühjahr 2009 sein Amt zur Verfügung stellen werde. Das gilt auch für seinen Stellvertreter Josef Farwick aus Herbern. Die beiden wollen ihre Mutterpartei noch im Wahlkampf unterstützen, in der Senioren-Union aber Platz für Jüngere machen.

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