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Einjähriges Kind schwebt weiter in Lebensgefahr

Nach schwerem Verkehrsunfall auf der B54 bei Herbern

Angehörige und Ärzte bangen am Freitag – drei Tage nach dem schweren Verkehrsunfall in Herbern – weiter um das Leben des einjährigen Mädchens. Auch die anderen Schwerverletzten werden noch medizinisch behandelt. Am Dienstagabend waren zwei Autos auf der B54 zwischen Werne und Herbern frontal zusammengestoßen. Die Ermittlungen dauern an.

Herbern

von Andrea Wellerdiek, Claudia Hurek

, 25.05.2018
Einjähriges Kind schwebt weiter in Lebensgefahr

Völlig zerstört wurden beide Pkw bei dem Frontalzusammenstoß. © Claudia Hurek

Nach dem schweren Verkehrsunfall sind vier der fünf schwer verletzten Personen außer Lebensgefahr. Die Angehörigen und Ärzte bangen weiter um das Leben des einjährigen Mädchens. Wie die Polizei am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, habe sich der Zustand des Kindes bislang nicht gebessert. Auch die anderen vier schwer verletzten Personen liegen noch im Krankenhaus.

Das einjährige Mädchen, das weiter in Lebensgefahr schwebt, wurde noch am Unfallort am Dienstagabend reanimiert. Das Kind saß gemeinsam mit seiner siebenjährigen Schwester im Auto einer Aschebergerin, die mit einem Mann aus Nordkirchen frontal zusammengestoßen war. Alle fünf Insassen wurden bei dem schweren Unfall schwer verletzt und müssen weiterhin intensivmedizinisch betreut werden. Nur der 51-jährige Mann aus Nordkirchen konnte die Intensivstation verlassen.

Unfallautos werden untersucht

Wie es genau zu dem tragischen Unfall kam, ermittelt die Polizei. Die Sachbearbeitung im Verkehrskommissariat ist angelaufen. Die sichergestellten Unfallautos werden begutachtet und die routinemäßige Untersuchung des Handys der Aschebergerin veranlasst. Zudem werden alle Unfallzeugen und Ersthelfer vernommen. In den Gesprächen wird dann auch ein eventuell erforderlicher Betreuungsbedarf geklärt und gegebenenfalls veranlasst. Momentan gibt es dafür jedoch noch keinen der Polizei gemeldeten Bedarf. Am Abend wurden die Angehörigen beider Familien durch Seelsorger betreut. Auch für erfahrene Rettungskräfte war der Einsatz sehr belastend, wie Pressesprecher Rolf Werenbeck-Ueding von der Polizeibehörde des Kreises Coesfeld sagte: „Das ist für unsere Mitarbeiter auch nichts, was sie einfach abschütteln können.“

Mit einem Großaufgebot waren die Rettungskräfte bis in die Nacht am Einsatzort. Die Sperrung der B54 konnte in der Nacht gegen 1 Uhr nach erfolgter Unfallaufnahme und Reinigung der Fahrbahn aufgehoben werden.

So haben wir bislang berichtet:

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten ist es am Dienstagabend gegen 20.20 Uhr auf der B54 kurz vor dem Ortseingang von Herbern gekommen. In der Nähe der Autobahnbrücke A1 sind zwei Wagen in einer leichten Rechtskurve frontal zusammengestoßen. Eine 38-jährige Frau aus Ascheberg und ein 51-jähriger Mann aus Nordkirchen steuerten die Autos.

Die beiden kleinen Kinder, zwei Mädchen (ein und sieben Jahre alt) saßen bei der Aschebergerin mit im Auto, im Wagen des Nordkircheners befand sich auch dessen 15-jährige Tochter. Alle fünf Insassen wurden schwer verletzt, die beiden kleinen Kinder und die Jugendliche schwebten laut Polizei auch am frühen Mittwochmorgen noch in Lebensgefahr. Sie wurden mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht. Das einjährige Kind musste vor Ort reanimiert werden.

Einjähriges Kind schwebt weiter in Lebensgefahr

Mit einem Großaufgebot waren die Rettungskräfte vor Ort. © Claudia Hurek

Es sei der bislang schwerste Verkehrsunfall in diesem Jahr, sagte Pressesprecher Rolf Werenbeck-Ueding von der Polizeibehörde des Kreises Coesfeld. Zwei weitere Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Eine 15-jährige Ersthelferin, die den verletzten Hund aus dem Wagen des Nordkircheners trug, erlitt eine leichte Bissverletzung. Außerdem musste der Vater aus Ascheberg, der zur Unfallstelle geeilt war, wegen eines Schwächeanfalls notärztlich betreut werden, teilte Werenbeck-Ueding mit. Er erlitt offenbar einen Schock.

Nordkirchener versuchte noch auszuweichen

Den Unfallhergang konnten die Rettungskräfte vor Ort wie folgt skizzieren: Die Aschebergerin, die aus Richtung Werne kam, geriet zunächst auf die Gegenfahrbahn. Der von Herbern entgegengekommene Nordkirchener wollte der Frau ausweichen. Währenddessen bemerkte sie ihren Fehler und lenkte wieder auf ihre Fahrbahn, auf der sich dann aber der Nordkirchener befand.

Einjähriges Kind schwebt weiter in Lebensgefahr

Drei Rettungshubschrauber waren am Abend vor Ort. © Dirk Krampe

Die Rettungskräfte waren am Dienstagabend mit einem Großaufgebot vor Ort. Acht Rettungswagen, vier Notarzteinsatzfahrzeuge, drei Rettungshubschrauber, zwei Notärzte sowie die Löschzüge der Feuerwehren Herbern und Ascheberg waren im Einsatz. Zur Betreuung der Angehörigen kamen Notfallseelsorger und Opferbetreuer der Polizei hinzu.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster erschien ein Gutachter an der Unfallstelle. Die B54 wurde zwischen dem Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern bis zum späten Abend komplett gesperrt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Schwerer Verkehrsunfall auf der B54 bei Herbern

22.05.2018
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Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek
Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die B54 musste zwischen Abzweig Capelle und Ortseingang Herbern stundenlang beidseitig abgesperrt werden.© Claudia Hurek

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