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Franz Schlüchter verabschiedet sich nach 44 Jahren

Justizwachtmeister geht in den Ruhestand

Franz Schlüchter hat in den vergangenen 44 Jahren eine Menge Straftäter erlebt. So lange arbeitete der Herberner als Justizwachtmeister. Bei seinem Abschied war ihm ein Fall noch ganz besonders präsent.

Herbern/Lünen

05.06.2018
Franz Schlüchter verabschiedet sich nach 44 Jahren

Der Direktor des Amtsgerichts, Dr. Niklas Nowatius (r.), verabschiedete den langjährigen Justizwachtmeister Franz Schlüchter (für seine Frau gab es einen Blumenstrauß) in den Ruhestand. © Heinrich Höckmann

Gerne hätte er seinen Beruf ausgeübt, sagt Franz Schlüchter. Der 65-jährige Herberner hat 44 Jahre als Justizwachtmeister an den Amtsgerichten in Werne und Lünen gearbeitet, zuletzt als Leiter der Justizwachtmeisterei in Lünen. Nun verabschiedete er sich in den Ruhestand. An seinem letzten Arbeitstag hatte er Freunde und Kollegen zu einer Feier auf dem Innenhof des Amtsgerichts geladen.

Viele waren erschienen um sich von dem beliebten Wachtmeister zu verabschieden. Der Direktor des Amtsgerichtes, Dr. Niklas Nowatius, nannte ihn in seiner Rede „das Herz des Amtsgerichts“. Personalratsvorsitzender Marco Heier lobte seine Freundlichkeit, Souveränität und Ausgeglichenheit.

Neubau als Herausforderung

1974 trat Schlüchter seinen Dienst im damaligen Amtsgericht Werne an. 1976 wurde er beamtet. Als größte Herausforderung bezeichnet er den Neubau des Amtsgerichts. Abteilungen des Gerichts waren nach Werne und einer eigens für die Bauzeit eingerichteten Zweigstelle an der Viktoriastraße Lünen ausgelagert. Da wurden die Akten mit einem Dienstwagen hin und her gefahren, erzählt der Wachtmeister. 1997 wurde der Neubau fertiggestellt.

Beeindruckend findet Schlüchter im Rückblick, dass einige Straftäter immer wieder seinen Weg im Amtsgericht gekreuzt hätten. So treffe er immer wieder einen Straftäter, der 1975 erstmals als 14 jähriger Junge verurteilt wurde – bis heute.

Kollegiale Überraschung

Eine besondere Überraschung hatten seine Kollegen aus der Wachtmeisterei bei der Verabschiedung parat: Sie hatten nicht nur eine Blaskapelle aus Herbern engagiert, die durch das riesige Tor in den Innenhof einmarschierte, sondern darüber hinaus auch eine Delegation der freiwilligen Feuerwehr aus Herbern eingeladen, die standesgemäß mit Blaulicht auf den Innenhof einfuhr.

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