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Deutlich weniger Bewerber

Wo sind die Azubis? Herberner Tischlerei in Sorge

HERBERN An die 50 Bewerbungen für eine Ausbildung im Postfach der Möbeltischlerei Hönekop in Herbern - diese Zeiten sind vorbei. Gerade einmal fünf Interessenten sind es in diesem Jahr gewesen. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit versucht der Betrieb, diesem Trend entgegen zu wirken.

Wo sind die Azubis? Herberner Tischlerei in Sorge

Firmenchef Guido Hönekop (r.) zeigte (v.l) Christiane Ueding und Christa Dalkmann von der Bundesagentur für Arbeit, Jens Elfers vom Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit, André Brinkmann von der Handwerkskammer die Schreinerei.

Goldenen Boden hat das Handwerk immer noch, wie Elke Eckmann, Geschäftsführerin der Möbeltischlerei Hönekop, feststellt. „Leider sehen das zukünftige Azubis scheinbar nicht mehr so. Vor gut zehn Jahren bekamen wir noch 40 bis 50 Bewerbungen auf den Tisch. In diesem Jahr waren es gerade einmal fünf“, sagt sie.

Um diesem Abwärtstrend entgegenzusteuern und sich über die heutigen Anforderungen des Tischlerberufes zu informieren, traf sich am Mittwoch eine Delegation der Bundesagentur für Arbeit aus Coesfeld und Lüdinghausen in der Tischlerei. „Für uns ist diese Veranstaltung eine tolle Sache. Das sollten andere Firmen auch machen“, meint André Brinckmann, Ausbildungsberater der Handwerkskammer Münster.

Nigerianischer Flüchtling macht seine Ausbildung bei Hönekop

„Es ist enorm wichtig, einen genauen Eindruck vom Tätigkeitsfeld eines modernen Tischlers erhalten zu können“, sagt Christine Ueding von der Arbeitsagentur in Coesfeld. „Nur so können wir die jungen Menschen richtig beraten.“ Guido Hönekop leitet gemeinsam mit Schwester Elke Eckmann den Familienbetrieb in zweiter Generation. Seit über 37 Jahren fertigt der Betrieb für gewerbliche und private Kunden Möbel nach Maß – vom Schrank bis hin zur multifunktionalen Küche.

Allerdings sieht man in der großen Fertigungshalle keine Hobelbänke, an denen die Späne fliegen, wie man sie von früher kennt. Hochmoderne Maschinen sowie Computer unterstützen die Tischler bei ihrer Arbeit. An einer Maschine arbeitet Joseph Jordan Oduware (33), Flüchtling aus Nigeria. „Nach vielen behördlichen Hürden, haben wir es geschafft, Jordan als Auszubildenden einzustellen,“ erzählt Simone Hönekop. „Er ist technisch ausgesprochen begabt und wenn er weiterhin so fleißig Deutsch lernt, steht einem erfolgreichen Abschluss in drei Jahren nichts im Wege.“

„Wenn wir nicht ausbilden, wo sollen die Fachleute denn zukünftig herkommen“, fragt sich Geschäftsführerin Elke Eckmann.

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