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Zwei Italiener helfen in deutschen Küchen und erforschen die Gemeinde

ASCHEBERG/DAVENSBERG Ein Praktikum im Ausland zu machen, hört sich spannend an - das dachten sich auch Nicolo Protti und Fillipo Bertoli. Die zwei Italiener aus Buggiano, der Partnergemeinde Aschebergs, arbeiten zurzeit im Hotel Clemens-August Stattmann und der Gaststätte Erdbüsken und entdecken nebenbei das deutsche Leben.

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Will später einmal Koch werden: Nicolo Protti.

Gaststätten leiden unter der Wirtschaftskrise.

Zwei die sich bestens verstehen: Nicolo Protti und Ulla Tönies, Inhaberin der Gaststätte Erdbüsken, wo der Italiener gerade sein Praktikum absolviert.

 Nicolo Protti angelt ein großes Messer aus der Schublade in der Küche der Gaststätte Erdbüsken. Dann beginnt er das Fleisch zu schneiden. Ein Lächeln umspielt seine Lippen. Ihm macht die Arbeit Spaß.

Für einige Wochen schnuppert der 16-jährige Schüler der Fachoberschule IPSSAR in der Nähe Buggianos deutsche Arbeitsluft. In Ascheberg, der Partnergemeinde von Buggiano.

Über die Schule kam er an dieses Praktikum

"Auf der Schule können die Schüler entweder ihr Abitur machen oder aber ihr Fachabitur mit Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe absolvieren", erklärt Paula Malina, die mit Ulrike Schlottbohm die Praktikumplätze in der Gemeinde organisierte und sich auch um die Praktikanten kümmert.

Reden mit Händen und Füßen

Nicolo kommt aus Agliana in der Nähe von Buggiano und schon jetzt steht für ihn fest: "Ich möchte Koch werden". Er ist erstmals in Deutschland und macht hier ganz neue Erfahrungen. Der Kampf mit der Deutschen Sprache zum Beispiel.

"Das geht dann auch mal mit Händen und Füßen", verrät Ulla Tönies die Gastmutter und Chefin von Nicolo. Ein paar Brocken Deutsch spricht Nicolo schon. Mit dem Verstehen hingegen klappt es besser.

Notfalls ein bisschen Englisch

Außerdem kann seine Gastmutter englisch, auch eine Kommunikationsbasis. Und sonst "hilft das dictionary", lacht er und zieht ein kleines Lexikon aus der Tasche.

Ascheberg gefällt ihm. Seine Gastfamilie erst recht. Er hat hier Familienanschluss. In der Freizeit ist er am liebsten in Münster unterwegs. Gemeinsam mit den anderen Praktikanten, die auch in der Gemeinde verweilen.

Ab ins Nachtleben

Und während er besonders das Nachtleben und die Disco dort liebt, zieht Fillipo Bertoli, ebenfalls 16 und Praktikant im Hotel Clemens-August, das Internetcafé vor.

Schon öfters in Deutschland gewesen

"Da chatte ich mit Freunden und der Familie." Sein Deutsch ist besser als das von Nicolo. Wenngleich auch noch nicht perfekt. Aber Filippo, der in Florenz wohnt und ebenfalls die IPSSAR besucht, war schon öfters in Deutschland.

"Berlin, München und Augsburg", zählt er auf. In Augsburg eigens "for studie german", fällt auch er wieder in die Englische Sprache zurück. Filippo will ebenfalls Koch werden. "In London", sind seine Pläne schon ganz konkret.

Trotz Party immer pünktlich zur Arbeit

Ihren Aufenthalt in der Gemeinde Ascheberg genießen sie. Und das Fahrradfahren. Etwas, das sie zu Hause nicht tun. Hier ist es nötig, um zum Bahnhof zu gelangen oder zu den anderen Praktikanten. Nicolo hat das Fahrrad von Sebastian Tönies. Kein Weg ist den beiden zu weit, keine Nacht zu kurz. Aber zum Dienstbeginn sind sie immer pünktlich.

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