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Hoffnung für Haus Hohenstein?

WITTEN Haus Hohenstein ist seit drei Jahren verwaist. Es soll sich wieder mit Leben füllen, das wünscht sich die "Objektplanungsgruppe Lichtfülle", deren Sprecherin Friederike Hapel (48) ist. Susanne Linka sprach mit der Wittenerin über die Idee dahinter - und die Realisierungschancen.

Hoffnung für Haus Hohenstein?

Friederike Hapel

Was möchte ihr Verein Förderkreis Haus Hohenstein erreichen?Hapel:Das Haus soll wieder den Wittener Bürgern gehören, so wie es ab 1913 einmal war. Es soll wieder ein repräsentativer Veranstaltungsort für die Stadt werden. Im Dachgeschoss könnten Jubiläen und Festakte gefeiert werden.

Wie könnte sich das Projekt denn finanziell tragen?Hapel:Wir wollen auch einen Gastronomie- und Hotelbetrieb eröffnen. Ein Netzwerk von Kulturinitiativen könnte sich hier verankern. Unser Ziel ist es auch, im Kunstbereich - auch für Kinder - kreative Angebote zu machen. Da wollen wir auch einen Verlag gründen, der die so entstehenden Erzeugnisse vermarkten könnte.

Was könnte das sein?Hapel:Zum Beispiel Postkarten aus den Kinderaktionen.

Würden Sie den Anbau denn für den Hotelbetrieb nutzen? Hapel: Ja, aber wir planen auch einen Neubau gegenüber dem Wildschweingehege. Auf der Fläche, die Kyrill kahl geschlagen hat. Dort soll mitten im Grünen ein behindertengerechtes Hotel entstehen, und es soll einen Shuttle-Service auf den Hohenstein geben.

Dann brauchen Sie aber auch einen Betreiber. Hapel: Das machen wir selbst. Unser Konzept beruht überhaupt auf drei Säulen: dem Förderkreis mit derzeit 15 Mitgliedern, einer gemeinnützigen und einer wirtschaftlich arbeitenden GmbH.

Das klingt alles toll, aber auch nach sehr hohen Kosten. Wie teuer wird das denn? Hapel: Mit dem Neubau, der ca. acht Mio. kostet, brauchen wir 17 Mio .

Wie wollen Sie denn so viel Geld zusammenbekommen? Hapel: Wir waren jetzt im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium. Da haben wir erfahren, dass wir uns um EU-Fördermittel aus dem Ziel 2-Fördertopf für Tourismus bewerben können. Das beste ist: Man hat uns jetzt sogar bestätigt, dass die Stadt die früher in Anspruch genommenen Fördermittel nicht zurückzahlen müsste, wenn wir erfolgreich am Wettbewerb teilnehmen.

Die Fördermittel sind irgendwann ausgegeben, und der Betrieb müsste sich selbst tragen. Hier müssten sie alle ja auch viel Arbeit reinstecken. Hapel: Es ist auch unser Ziel, hier viele Stellen zu schaffen.

Könnten Sie die Arbeitskräfte aber auch auf Dauer bezahlen? Sie müssten entsprechende Einnahmen haben.Hapel: Das glaube ich schon, denn wenn man mit dem ganzen Herzen dabei ist, dann macht man es auch gut, und es läuft.

Was ist denn Ihre eigene Motivation, sich für das Haus Hohenstein so stark zu engagieren? Hapel: Das ist für mich eine Ehrensache. Das Gebäude hat eine ganz besondere Zahlensymbolik. Die Sieben spielt da eine große Rolle, und die Sieben ist eine göttliche Zahl.

Das klingt nach einem spirituellen, vielleicht esotherischen Hintergrund. Haben Sie den? Hapel: Esotherisch, das hat so einen negativen Beigeschmack. Nein, ich habe schon viel gemacht, bin gelernte Atem- Sprech- und Stimmtherapeutin und auch Pferdewirtin. Derzeit bin ich aber als Malerin und Komponistin tätig. Ich war gerade auf der Suche nach einem geeigneten Ort für eine Art Kunstzentrum, als ich auf das leer stehende Haus Hohenstein aufmerksam wurde.

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