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Cordula B. vor Gericht

Horrorhaus: "Die Angst war immer da"

BOCHUM Hässliche Beleidigungen, körperliche Gewalt und ganz viel Wut: Vor dem Landgericht hat am Montag der Prozess um die skandalösen Vorgänge im so genannten Bochumer „Horrorhaus“ begonnen. Angeklagt ist Cordula B., die ihre Nachbarn terrorisiert haben soll. Ein Opfer sagte im Gericht: „Die Angst war immer da.“

Horrorhaus: "Die Angst war immer da"

Cordula B. versteckt sich hinter einer Aktenmappe. Neben ihr sitzt ihr Verteidiger.

Die Nachbarn sind noch immer wütend. „Immer, wenn ich die Wohnung verlassen habe, habe ich mich umgeschaut“, sagte eine Frau auf dem Gerichtsflur. Eine andere Nachbarin erzählte von wüsten Beleidigungen und echten Angstszenen: „Die ist mit dem Auto auf mich zugerast gekommen.“

Der schlimmste Vorwurf betrifft den mutmaßlichen Angriff auf eine Rentnerin. Laut Staatsanwaltschaft hat Cordula B. die Seniorin ohne Grund mehrere Treppenstufen heruntergestoßen. Die Folgen: rechter Ellbogen zertrümmert, Haarriss in der Hüfte. Cordula B. versteckte sich zum Prozessauftakt hinter einer Aktenmappe. Erst, als die Fotografen und Kamerateams den Gerichtssaal wieder verlassen hatten, zeigte sie ihr Gesicht. Kurze Zeit später war auch für Journalisten und Zuschauer Schluss. Nach Verlesung der Vorwürfe wurde die Öffentlichkeit für die gesamte Dauer des Prozesses ausgeschlossen. Erst das Urteil ist wohl wieder öffentlich. Die Verhandlung hinter verschlossenen Türen ist laut Gesetz möglich, weil Cordula B. die unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie droht. Zurzeit ist sie bereits vorläufig in der Psychiatrie untergebracht.

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