Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

“Jetzt sind Sie mal nicht so streng!“

INNENSTADT „Jetzt sind Sie mal nicht so streng!“ Mit diesen Worten, ihrer verkehrsgefährdenden Fahrweise und einem etwas verschrobenem Rechtsempfinden überraschte eine 59-Jährige am Mittwoch zwei Wittener Polizeikommissare.

Die beiden Beamten waren am Mittwoch mit einem Zivilstreifenwagen auf der regennassen Westfalenstraße in Richtung Erlenstraße unterwegs. In Höhe der Hausnummer 95 fuhr plötzlich ein Pkw vom Fahrbahnrand an und wendete über die gesamte Breite der Westfalenstraße. Nur durch eine Vollbremsung konnte der Fahrer des Streifenwagens einen Zusammenstoß vermeiden.Die Beamten atmeten kurz durch und wollten das Auto, anzuhalten.

Dazu klappten sie die Sondenblende herunter, schalteten das in grellem Rot leuchtende Anhaltesignal “STOPP POLIZEI“ ein und betätigen die Lichthupe sowie das Signalhorn.Doch die Golf-Fahrerin reagierte nicht. Beide Fahrzeuge fuhren auf eine rote Ampel zu, und die Polizisten entschlossen sich, dort neben den Golf zu fahren und die Frau mit dem Anhaltestab zum Halten zu bewegen. Doch dazu kam es nicht, denn die Frau fuhr mit gleich bleibender Geschwindigkeit über die seit mehreren Sekunden rote Ampel und setzte ihre Fahrt in Richtung Annenstraße fort.Ein Autofahrer, der bei Grünlicht von einem Supermarktparkplatz auf die Westfalenstraße einbiegen wollte, konnte seinen Wagen noch rechtzeitig abbremsen.

"Ich habe es eilig"

Die Polizisten brachten daraufhin ein Blaulicht auf dem Zivilwagen an und folgten dem Golf.An der nächsten Ampel stoppte die Golf-Fahrerin, stieg aus und erklärte: „Ich habe es eilig, muss zu einer Beerdigung und komme sowieso schon zu spät!“ Auf die Frage, ob sie es denn überhaupt bemerkt habe, das sie fast einen Verkehrsunfall verursacht sowie einen Rotlichtverstoß begangen habe, antwortete die Frau nach erfolgter Belehrung: “Ja, ich weiß, ich gebe das auch alles zu, ich habe es eilig!“ Als die Polizisten der Autofahrerin, die keinen Führerschein dabei hatte, mitteilten, dass sie eine Anzeige wegen „Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren (§ 315c StGB) erheben würden, ließ die 59-Jährige die Beamten wissen, dass sie eine regional bekannte Künstlerin sei und die Polizisten deshalb “nicht so streng mit ihr sein sollen“. Allerdings ohne Erfolg.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Foto-Aktion

Wir suchen die schönsten Herbstbilder der Region

Dortmund Stimmungsvoller Frühnebel, leuchtende Wälder und strahlende Sonnenstunden - der Herbst in der Region zeigt sich in all seinen Facetten. Und Sie halten die schönsten Augenblicke mit der Kamera fest? Dann schicken Sie uns die Bilder und wir veröffentlichen sie in einer Fotostrecke!mehr...

Spielplatz in Witten

Passanten treffen auf Zwei-Meter-Schlange

WITTEN Eigentlich ist der Spielplatz am Nöcksken in Vormholz ein ziemlich friedlicher, unauffälliger Ort. Ein paar Passanten staunten allerdings nicht schlecht, als sie neben Klettergerüst und Wald plötzlich auf eine zwei Meter lange Boa stießen.mehr...

Siegerzeit 53 Sekunden

Wettbewerb der Spargelschäler

WITTEN Markt-Treiben, blauer Himmel, was will man mehr? Da gibt´s was: Am Samstag wurde auf dem Rathausplatz der stadtbeste Spargelschäler ermittelt.mehr...

Lok Witten

Unglück an der Zugspitze: Veranstalter von Staatsanwaltschaft vernommen

MÜNCHEN/WITTEN Der Tod der beiden Männer bei dem Extrem-Berglauf auf die Zugspitze am Sonntag geht vor allem auf Unterkühlung der Sportler zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach der Obduktion mit. Jetzt trauern die Wittener Sportskameraden des verstorbenen Uwe Moldenhauer um ihn. Unterdessen wurde der Veranstalter als Zeuge vernommen.mehr...

Lok Witten

Wittener stirbt bei Extrem-Berglauf auf der Zugspitze

GARMISCH-PARTENKIRCHEN/WITTEN Tödliches Drama auf der Zugspitze: Bei einem Extrem-Berglauf sind am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen, darunter ein 41-jähriger Mann aus Witten. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen des Triathlon Team Witten, als sie vom Tod des Vereinsmitglieds Uwe M. erfuhren. Es war der erste Berglauf für den Marathonläufer. Einer seiner Teamkollegen war aufgrund des schlechten Wetters zuvor umgedreht.mehr...

Lok Witten

Männergesangsverein "Deutsche Eiche" hat Nachwuchssorgen

BUCHHOLZ „Wenn ich mal eine Durchhänger habe, geht es mir nach zwei Stunden Probe gleich viel besser“ wirbt Josef Lutz, der zweite Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) „Deutsche Eiche“ 1880 Hammertal, für das Chorsingen.mehr...