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Kakophonisches Geknatter

WEITMAR Sie blubbern tief und puschen die Stimmung hoch - die Motorräder von Harley Davidson. Etwa 1000 leidenschaftliche Biker trafen sich gestern zum alljährlichen Harley-Davidson-Treffen auf dem Gelände vor dem "Ruhrpalais".

Kakophonisches Geknatter

<p>Nicht nur eine Männerdomäne: Auch Frauen nahmen gerne auf den Ausstellungsstücken Platz. Josten</p>

Nur der Regen machte dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung: "Wir hatten mit 3000 Besuchern gerechnet", sagte Klaus Fröhlich enttäuscht. "Aber heute morgen regnete es in Strömen und da wird ja erfahrungsgemäß entschieden, was man am Tag macht." Er schüttelte den Kopf. Ausgerechnet in diesem Jahr, wo sie die Veranstaltung eine Nummer größer angelegt hatten als in den Vorjahren. 40 Aussteller und Ausstatter zeigten sich auf dem Platz.

Ein Lebensgefühl

Dennoch: Eine Harley - oder besser einige Hundert, die auf dem Gelände standen - verliert deshalb ihre Strahlkraft lange nicht. Wer dem Mythos Harley nachspürt, kommt mit Verstand nicht weit. "Harley fahren ist eben ein Lebensgefühl", erklärt eine Aachenerin. Für sie ist das Treffen in Bochum jedes Jahr ein fester Termin. "Die Kinder gehen zu den Großeltern und wir fahren los", sagt die vierfache Mutter. Harley fahren kann man nicht beschreiben, "entweder man entdeckt die Leidenschaft oder nicht". Sie jedenfalls würde eher die Möbel der Wohnung verkaufen als die Räder, sagt sie freimütig. "So ist das eben."

Wer bei dem Treffen Lederjacken und Hardcore-Rock erwartete, lag komplett falsch. Auch wenn die Dream-Girls, leicht bekleidet und auf schwindelerregend hohen Schuhen, auf der Bühne tanzten. Zu ihnen gesellte sich übrigens zwischenzeitlich Armin Rhode. Ansonsten prägten eher Familien und junge Menschen in kurzen Hosen das Bild. Sie bewunderten gegenseitig ihre Maschinen oder machten sich an den Ständen schlau.

Persönliche Note

Denn wer die Harley liebt und das nötige Kleingeld hat, lässt sein Bike nach persönlichem Gusto ausbauen. Individuelle Air-Brush-Motive auf dem Tank oder Gravuren auf dem chromblitzenden Stahl. Ganz wichtig auch: Der Sound. Einige Auspuffs knatterten so tief, dass das Herz zu Extrasprüngen neigte. Aber schließlich meinen einige Fahrer, sie würden ihre Maschine ohne Weiteres am charakteristischen Geknalle erkennen. Massenware war er schließlich nie, der amerikanische Mythos, der 1903 in einer Garage von zwei Brüdern ausgeheckt wurde.

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