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Noch Zimmer frei

Kein erhöhter Andrang auf Wohnheime

BOCHUM Wohnwagen statt WG-Zimmer – so sah die Situation für Studenten der Ruhr-Universität in den 1980er Jahren nicht selten aus. Der Wohnungsmarkt für junge Menschen mit beschränktem Geldbeutel hat sich seitdem deutlich gebessert. In der Ruhrgebietsstadt findet in der Regel jeder Student eine Unterkunft – trotz doppelten Abijahrgangs.

Kein erhöhter Andrang auf Wohnheime

Während sich die Hörsäle ob der erhöhten Studentenzahl füllen, ist der Andrang auf die Wohnheime des Bochumer Akafös nicht erkennbar gestiegen. In einigen Häusern, wie hier »Auf dem Kalwes« sind sogar noch Zimmer frei.

„Im Vergleich zu vielen anderen Städten in NRW haben wir eine gute Unterbringungsquote in Bochum“, sagt Peter van Dyk, Pressesprecher des Akafö. Hier beträgt die Quote, die die Relation zwischen der Anzahl der Wohnplätze und der Zahl der Studierenden erfasst, 13,2 Prozent. Köln verzeichnet eine Unterbringungsquote von 7,4 Prozent, Mönchengladbach gar nur vier Prozent: „In Bochum ist die Situation vergleichsweise komfortabel. Das liegt unter anderem an dem flexiblen Wohnungsmarkt“, sagt van Dyk.

Das Akafö bietet allein in Bochum rund 4050 Studenten eine Unterkunft an. Mit den beiden Wohnheimen in Gelsenkirchen und Bocholt, die ebenso vom Bochumer Akafö betreut werden, sind 4200 Plätze zu vergeben. Diese verteilen sich auf insgesamt 22 Einrichtungen. Darüber hinaus verwalten andere städtische Träger weitere 18 Wohnheime, sodass insgesamt 5898 Studenten in solchen Einrichtungen eine Unterkunft finden. Zwei zusätzliche Häuser kann das Bochumer Akafö künftig anbieten. So hat das Förderungswerk das Priesterseminar gekauft, um dieses als Wohn- und Veranstaltungsräume zu vermieten. Für das zwischen dem Kemnader See und der Fachhochschule gelegene Gebäude erarbeitet das Akafö derzeit das Gesamtkonzept. Ob dort Wohngemeinschaften oder Appartements eingerichtet werden, ist noch unklar. Wann dort die ersten Studenten einziehen können, ist auch noch nicht zu sagen.

Wer nicht mehr auf die Eröffnung warten will, kann sich noch kurzfristig ein Zimmer in einem Wohnheim sichern. Denn es sind trotz der Rekord-Zahl von knapp 51.000 Studenten an der RUB noch nicht alle Plätze in Bochums Häusern vergeben. „Wer keine besonderen Wünsche hat, was beispielsweise die Lage des Wohnheims betrifft, kann sehr schnell noch an ein Zimmer kommen“, sagt Ralf Weber vom Akafö. Das war ob des doppelten Abitur-Jahrgangs so nicht zu erwarten. So verzeichnet das Akafö wie zu jedem Wintersemester eine ähnlich starke Nachfrage. Das gilt auch für Appartements für Einzelpersonen. Rund 1500 Studenten stehen auf der Warteliste – so viele wie sonst auch.

Während das Förderungswerk keinen erheblichen Andrang ob der Studentenzahlen erfährt, sei dieser bei der VBW Bauen und Wohnen, zu erkennen. „Gerade die Nachfrage nach WGs ist sehr hoch. Der doppelte Abitur-Jahrgang ist deutlich spürbar“, sagt Carola Pinior vom Vermietungsteam. Deshalb hat der Wohnungsanbieter ein weiteres Quartier aufgenommen. Neben den Häusern im Steinkuhl und in Querenburg gibt es auch in Langendreer die Möglichkeit, ein WG-Zimmer zu mieten. Hier muss kein Student mehr im Wohnwagen schlafen.

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