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Kibiz beschert viel Arbeit

BOCHUM Die Zeit drängt: Bis zum 1. August 2008 will die Stadt die Organisationsform der Kindertagesstätten nach umstrittenen Kinderbildungsgesetz (Kibiz) umgesetzt haben.

Einen ersten Schritt dazu hat gestern der Jugendhilfeausschuss (JHA) unternommen und Zeitplan sowie Prioritätenliste einstimmig beschlossen. Zunächst wird das Gespräch mit den freien Trägern gesucht, die 90 Prozent der 182 Einrichtungen in Bochum führen, erläuterte Abteilungsleiter Jörg Klingenberg vom Jugendamt, der auf die "gute Kommunikation und Zusammenarbeit" setzt.

Ab Dezember wird dann eine Elternbefragung durch die Träger Aufschluss über deren Wünsche geben. Die müssen dann auch mit den Plandaten der Jugendhilfeplanung abgeglichen werden. Es folgen noch Beschluss der neuen Elternbeitragssatzung, weitere Abstimmungen mit Trägern und Eltern und die Vorstellung der neuen Struktur im JHA, bevor im August nächsten Jahres das Kibiz umgesetzt werden kann.

Schwierig für U 3

Klingenberg ist da allerdings Realist: "Wir werden bis dahin nicht alles umgekrempelt haben", und er mahnt auch: "Wir werden nicht alle Wünsche erfüllen können."

Das liegt einmal an den noch reichlich ungeklärten Finanzierungsfragen wie auch an den noch ausstehenden Ausführungsverordnungen zum Kibiz, das ja erst am 25. 10. im Landtag beschlossen worden ist. Fest steht allerdings, dass in allen 182 Einrichtungen sich die Gruppenstrukturen verändern müssen. Die Umstrukturierung, so hat es auch der JHA beschlossen, wird sich an der Prioritätenliste orientieren; deren Rangfolge sieht so aus:

Sicherung des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz (3 bis 6 Jahre)

Ausbau der Plätze für Kinder ab 2. Lebensjahr

Ausbau der Krippenplätze für Kinder unter 2 Jahren (inkl. Kindertagespflege)

Ganztagsbetreuung (45 Stunden/Woche) in verschiedenen Gruppenformen.

Der will zwar bis 2013 Mittel für die Krippenplätze bereitstellen, aber auch die Stadt dürfte an einer Beteiligung an den Investitionskosten nicht herumkommen. "Gerade für die Betreuung der U 3 wird es schwierig", schätzt Klingenberg - "da werden Küchen und Schlafräume benötigt".

Ein Bauprogramm wie bei der offenen Ganztagsschule? Mit Sicherheit aber ein hoher Arbeitsaufwand im Jugendamt wie seinerzeit für das Schulverwaltungsamt. Und zunächst einmal ein gewaltiger Abstimmungsbedarf.

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