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Aufschub von Projekten ärgert Bezirksvertretung

Kirchhellener Projekte werden „auf die lange Bank geschoben“

Bauprojekte des Bezirks werden verschoben, da andere Maßnahmen eine höhere Priorität besitzen und zu wenig Personal vorhanden ist. Das möchte die Bezirksvertretung nicht hinnehmen und wendet sich nun an die Verwaltung..

Kirchhellen

von André Kaminski

, 13.06.2018
Aufschub von Projekten ärgert Bezirksvertretung

Insbesondere aufgrund des Ausfalls der Autobahn herrscht auf der Bottroper Straße reger Verkehr. Die Frau im Bild wird daher sicher noch einige Zeit warten müssen, bis sie mit dem Kind die Straße überqueren kann. Foto Kaminski

In Kirchhellen gibt es verschiedene Baumaßnahmen, die dringend notwendig sind. Neben dem Ausbau der Schneider- und Hackfurthstraße wird etwa eine Querungshilfe an der Bottroper Straße/Am Pastors Busch benötigt. Allerdings fehlt der Verwaltung zum einen das Personal, zum anderen haben Projekte, die durch Fördermittel finanziert werden, eine höhere Priorität.

„Solche Projekte haben Vorrang, da die Mittel bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgerufen werden müssen“, erklärt Wilfried Helsper vom Tiefbauamt. „Zudem mangelt es in der Verwaltung an Personal, um die Projekte zeitnah umzusetzen.“ Dabei waren bereits 43.000 Euro im Haushalt 2018 für die Querungshilfe geplant, nachdem der CDU-Antrag schon im Januar 2017 mit breiter Zustimmung angenommen wurde. Diese Maßnahme werde nun aber voraussichtlich in den Haushalt 2019 verschoben.

Das möchte Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder jedoch nicht einfach hinnehmen: „Für mich ist die Situation für die Kirchhellener nicht tragbar. Insbesondere wegen dem Ausfall der Autobahn herrscht auf der Bottroper Straße reger Verkehr, sodass es für Kinder und alte Menschen nahezu unmöglich ist, die Straße zu überqueren.“

Politiker sind sich einig

Auch die Vertreter der Politik ziehen in dieser Sache an einem Strang. „Seit Januar 2017 ist nichts passiert. Es handelt sich dort um einen klaren Gefährdungsbereich und die Gesundheit der Bürger ist in Gefahr“, erklärt CDU-Vorsitzender Rainer Hürter.

SPD-Vorsitzender Willi Stratmann möchte die aktuelle Situation ebenso nicht ohne Weiteres hinnehmen: „Für uns als Kirchhellener ist es unmöglich, dass unsere Projekte immer auf die lange Bank geschoben werden. Wir wünschen uns eine deutlich schnellere Umsetzung.“

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Für andere Projekte habe die Verwaltung aber scheinbar Personal, kritisiert Schnieder: „In Bottrop werden Bäume hin- und hergeschoben, um das Klima zu verbessern, aber in Kirchhellen werden wichtige Projekte nicht angegangen.“ Helsper versucht dies zu relativieren: „Es gibt eine Menge Projekte, die aufgeschoben wurden, das betrifft nicht nur Kirchhellen, sondern auch viele Maßnahmen in Bottrop direkt.“

Brief an die Verwaltung

Die Bezirksvertretung möchte den Aufschub jedoch nicht akzeptieren und in den nächsten Tagen einen Brief an die Verwaltung verfassen. „Wir werden darauf hinweisen, dass die Querungshilfe absolut notwendig ist. Und das zeitnah“, so Schnieder. Die Verwaltung werde daher gebeten, das Projekt vorzuziehen und noch in diesem Jahr anzugehen.

Die Aussicht auf Erfolg scheint jedoch eher gering zu sein. „Ich sehe nahezu keine Chance, dass die Maßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt wird“, so Helsper.

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