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Wanderung durch Deutschland

Dritte Etappe für Ehepaar Jendral

Kirchhellen Ungewöhnlich große Hitze machte Gisela und Egon Jendral auf der dritten Etappe ihrer Wanderung vom westlichsten bis zum östlichsten Punkt Deutschlands zu schaffen. Das abgefüllte Wasser wurde in den Flaschen schnell warm, viele Pausen waren Pflicht. Aber obwohl sie dadurch manchmal später als angekündigt bei ihren Verabredungen am Wegesrand waren, standen sie nie vor verschlossenen Türen.

Dritte Etappe für Ehepaar Jendral

Egon und Gisela Jendral füllen ihre Trinkflaschen an einem Bach wieder auf. Das mussten sie auf dieser Wanderung öfter tun, denn dieses Mal war es im September sehr heiß. Auch Pausen mussten regelmäßig eingelegt werden.

„Alle haben auf uns gewartet“, ist Gisela Jendral immer noch beeindruckt von den vielen netten Menschen, die ihnen ihre Museen und Sammlungen präsentierten. In Leubigen in Thüringen zeigte ihnen Heinz Häger die Heimatstube. „Dort sind auf zwei Etagen beachtenswerte Gegenstände aus dem Leben der Menschen früher zusammengetragen worden“, erzählt Egon Jendral.

Was ihn aber besonders interessiert hat, war der Nachbau des sogenannten Fürstengrabes, das 1877 in der Nähe gefunden wurde. „Neben dem Skelett eines Erwachsenen fand man das eines Kindes. Man vermutet, dass es sich dabei um ein dem Fürsten beigegebenes Opfer handelt“, sagt Egon Jendral, der sich sehr für Archäologie interessiert.

Keine leeren Hände

Nach diesen ganzen Eindrücken war Gisela Jendral schon erschöpft. „Ich war richtig müde“, erinnert sie sich. Aber der nächste Besuch war schon verabredet. Bärbel Öhler wartete bereits am Historischen Kräutergarten mit Museum in Kölleda, aber sie wartete nicht mit leeren Händen.

„Schmalzbrote und kühles Pfefferminzwasser hatte sie vorbereitet. Das hat mich so erfrischt, dass ich danach die Führung wieder richtig genießen konnte“, sagt Gisela Jendral dankbar.

Ein Besuch bei Uhrmachermeister Michael Beck und seiner Turmuhrensammlung stand ebenfalls auf dem Programm der Jendrals. „Wir waren überrascht, wie viele tolle Exemplare, die noch funktionieren, er zusammengetragen hat.“

Viel gelernt

An den bewaldeten Höhenzügen des Thüringer Waldes, den Tälern und den vielen kleinen Orten erfreuten sich die beiden Wanderer. Den Kopf voller Bilder und Erlebnisse lag Gisela Jendral dann abends in ihrem Hotelbett. „Ich war zwar müde, aber ich ließ mir dennoch alles, was ich gelernt habe, noch einmal durch den Kopf gehen.“

Jetzt, wieder zurück in der Heimat, sind die beiden froh, dass ihnen an keinem der elf Wandertage etwas passiert ist. Kein Knie schmerzte, kein Knöchel wurde dick. „Aber wir laufen ja auch hier viel, zum Beispiel von Kirchhellen nach Dorsten“, sagt Egon Jendral. Denn die beiden wollen fit bleiben für ihre nächste Tour, die sie im Mai 2017 in Naumburg an der Saale starten.

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