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In luftiger Höhe

Fliegerclub - Eine große Familie

Kirchhellen Der Traum vom Fliegen verbindet alle im Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen. Ihr Cheffluglehrer, Peter Kitzelmann, hatte ihn allerdings bereits besonders früh. Doch nicht nur das Fliegen an sich fasziniert die Mitglieder.

Fliegerclub - Eine große Familie

Der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen hat ein neues Schätzchen in seiner Garage stehen. Peter Kitzelmann (l.) und Klaus Berger sind beide begeisterte Piloten und hoffen auf eine tolle Saison.

Als er noch ein Junge war, hat Peter Kitzelmann mit seinem Onkel oft am Zaun gestanden, die Segelflieger am Himmel beobachtet und gedacht: „Die verdienen alle ein Heidengeld“, erinnert er sich. „Dabei muss das gar nicht so sein“, weiß der Flugbegeisterte mittlerweile. Heute ist er Cheffluglehrer beim Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen und lädt Menschen mit dem Traum vom Fliegen ein, einfach mal beim Verein am Flugplatz Schwarze Heide vorbei zu kommen.

Einer von sechs Vereinen

Der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen ist einer von sechs Vereinen, die gemeinsam die Flugsportgemeinschaft Schwarze Heide bilden. In alten Bürocontainern, die die Vereinsmitglieder in Eigenregie umgerüstet haben, finden Schulungen für die Nachwuchspiloten statt und Vereinsversammlungen. „Außerdem sind wir jetzt in der Saison jedes Wochenende hier“, erzählt Klaus Berger, der stellvertretende Vorsitzende des Fliegerclubs. Seit zwölf Jahren ist er einer von 45 aktiven Piloten des Clubs. Nachdem er zum 50. Geburtstag einen Schnupperflug geschenkt bekommen hatte, ließ ihn der Traum vom Fliegen nicht mehr los. „Ich musste nur noch meine Frau überzeugen“, sagt er lachend. Denn das Hobby ist zeitintensiv, vor allem, wenn man wie er zunächst eine Motorseglerausbildung und dann auch noch eine Segelflugausbildung machen will.

Alles ehrenamtlich

Anders als bei Klaus Berger steht normalerweise die Segelflugausbildung am Anfang. Zum Piloten können sich schon Jugendliche ab 14 Jahren ausbilden lassen. Und wann sitzen sie zum ersten Mal im Flugzeug? „Von der ersten Sekunde an“, sagt Peter Kitzelmann, der gemeinsam mit sieben anderen Fluglehrern die Ausbildung der Nachwuchspiloten übernimmt. Und zwar unentgeltlich. „Wir machen das alle ehrenamtlich“, erklärt Kitzelmann, warum die Ausbildung im Vergleich zu kommerziellen Anbietern recht bezahlbar ist. Etwa 60 Euro im Monat sollten Jugendliche veranschlagen. „Da sind dann der Theorieunterricht im Winter, die Flüge an den Wochenenden sowie Start- und Landegebühren mit drin.“ Wenn der zuständige Fluglehrer dann das Gefühl hat, dass der Pilot alleine ein Segelflugzeug führen kann, und ein zweiter Fluglehrer ebenfalls sein Ok gibt, „dann kann er mit 15 Jahren das erste Mal alleine fliegen“, sagt Kitzelmann, der den Sport für Jugendliche ausdrücklich empfiehlt. „Sie lernen Verantwortung für sich selbst, andere Menschen und das Material zu übernehmen.“

Neben dem Fliegen sei auch „das Rundherum“ super, finden Peter Kitzelmann und Klaus Berger. „Wir sind hier im Verein alle per Du hier und wirklich eine große Familie, die aufeinander achtet“, führt Klaus Berger aus. Sicherheit werde großgeschrieben. „Ich kann mich in den 20 Jahren, in denen ich hier bin, an keinen schlimmen Unfall erinnern“, sagt Kitzelmann.

Spaß im Mittelpunkt

Natürlich spielt neben der Sicherheit auch der Spaß eine zentrale Rolle, sagen beide: „Wir fahren mit der ganzen Flugsportgemeinschaft einmal im Jahr für 14 Tage ins Fliegerlager auf einen fremden Flugplatz. Da sind wir rund 100 Leute.“ Die alle eins verbindet: der Traum vom Fliegen. 

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