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Tag der Architektur

Hecken-Kunst hinter einem Dixi-Klo

Kirchhellen Absperrzäune, Bagger, Rohre und ein Dixi-Klo: Hinter diesen künstlerisch wenig wertvollen Zutaten der Baustelle an der Bottroper Straße verbirgt sich am Wochenende beim Tag der Architektur der einzige Kirchhellener Beitrag: die Heckenskulptur des Landschaftsarchitekten Peter Drecker.

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Hinter Zäunen, Dixi-Klo und Bagger ist die Hecke des Landschaftsarchitekten Peter Drecker kaum zu sehen.

Eine schöne Hecke - wenn der Blick nicht verstellt ist.

Zumindest als "unglücklich" könnte man eine solche Planung bezeichnen. "Alltagsdialektik" nennt es Peter Drecker mit feinem Lächeln. "Darüber muss man sich nicht so viele Gedanken machen."

Am Samstag und Sonntag sollen 450 Objekte in NRW Architektur-Fans anlocken - in einem 480-seitigen Katalog wurden diese zusammengestellt. An der Bottroper Schützenstraße soll ein Mehrfamilienwohnhaus mit zehn barrierefreien Wohnungen gezeigt werden, in Kirchhellen sollte am Sonntag von 14 bis 16 Uhr die "Heckenskulptur mit Lichtinstallation" am Büro Drecker vorgestellt werden.

Auf die Lichtinstallation hat Drecker verzichtet. "Illumination bringt nichts", sagt er mit Blick auf die Dauerbaustelle vor dem Büro. Wie kam es überhaupt zu dem markanten Heckenschnitt? Anfang der 1990-er Jahre zog Drecker mit seinem Büro in das alte Amtshaus II der Kirchhellener Gemeinde. Als "schlicht, proportional und maßstäblich" würdigt der Landschaftsarchitekt das Gebäude.

Er habe sich auch gleich von dem alten Baumbestand angezogen gefühlt. Gleichzeitig machte er sich als Landschaftsarchitekt darüber Gedanken, wie er zu einer "Adressbildung" kommen könne. Inspiriert durch englische und deutsche Gärten entwickelte Drecker geometrische Figuren, überlegte, wie diese in einer Reihe aussehen könnten, wie die Wirkung zu den Nachbargrundstücken wäre.

Vor 20 Jahren wurde die Hecke dann in der heute bekannten Form beschnitten, dreimal jährlich wird sie in Form gebracht. Für den richtigen Schnitt musste Drecker lange nach geeignetem Personal suchen. "Viele haben es versucht und konnten es nicht."Von Hand geschnitten Schließlich lebe eine Hecke und man benötige ein gutes Verständnis für Pflanzen, so Drecker. Größe und Proportionen müssten zudem gewahrt bleiben: "Ab fünf Metern Höhe würde sie zu dominant wirken." Mit dem jetzigen Heckenbeschneider ist Drecker hochzufrieden und verrät: "Er macht das ausschließlich von Hand." An vorhandenen Maschinen und Personal orientiert sich Drecker allerdings sehr wohl, wenn er Kommunen Gestaltungen vorschlägt. "Nicht die Erstgestaltung, sondern die Pflege ist wichtig. Das Schlimmste ist: Es wird was gemacht, und dann geht es vor die Hunde." Berthold Fehmer

 

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