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Schützenverein Grafenwald

Königstitel zu vergeben

GRAFENWALD Monatelange Arbeit steckt dem Team von Joachim Hansen in den Knochen. Erst im Oktober übernahm er den Vorsitz des Schützenvereins Grafenwald und hat in den letzten acht Monaten viel bewegt. Neue Ideen wurden umgesetzt und das letztmalig 1985 durchgeführte Kinderschützenfest wiederbelebt. Sein erstes Schützenfest als Vorsitzender steht nun auch vor der Tür.

Königstitel zu vergeben

Für Bernd Kroker ging ein Herzenswunsch in Erfüllung.

Und in diesem Jahr gibt es eine große Veränderung: Denn erstmalig findet es von Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. Juli, statt. „Die Menschen nehmen sich für ein Vogelschießen keinen Tag mehr frei“, sagt Schriftführer Sascha König. Dies und auch die veränderten Gottesdienstzeiten in Grafenwald haben den Verein bewegt, die Zeiten zu ändern, wie er weiter erklärt: „Selbst die älteren Schützen tragen diese Veränderung mit Wohlwollen.“

Am Ablauf selbst hat sich dennoch wenig verändert. Am Freitag (3.7.) um 16 Uhr heißt es: „Schützen, stillgestanden.“ Nach dem die Wöller Böller das Schützenfest lautstark einläuten, feiern die Schützen einen ökumenischen Wortgottesdienst in der Kirche Heilige Familie. Anschließend wird ein Kranz niedergelegt.

Zapfenstreich

Mit dem Großen Zapfenstreich ehren die Schützen die Verstorbenen. Nachdem der Vogel abgeholt wurde, ziehen sie dann in das Festzelt auf dem Hans-Söller- Platz ein. Hier wird das Fest offiziell durch den ersten Vorsitzenden eröffnet. Danach nimmt König Bernd Kroker die Beförderungen und Jubilarehrungen vor. Im Anschluss wird ein DJ als weitere Änderung in diesem Jahr den Schützen einen hoffentlich unterhaltsamen Abend verschaffen.

Für die Offiziere des Vereins startet der Samstag (4.7.), sehr früh. Bereits um 5.30 Uhr beginnt die Kapelle „Gut Freund“ mit dem Wecken der Offiziere. „Wahrscheinlich wird auch der ein oder andere Grafenwälder Bürger so lautstark aus den Federn geholt“, sagt Sascha König.

Paradewiese

Zum Frühstück im Festzelt lädt der Verein ab 10 Uhr. Zur großen Parade treffen sich die Schützen schließlich gegen 15.30 Uhr auf der Schneiderstraße. Hier werden ab 15.40 Uhr die befreundeten Schützen aus Kirchhellen, Fuhlenbrock und Eigen empfangen.

„Die Kirchhellener Schützen haben in diesem Jahr angedroht, mit 400 Leuten zu kommen“, so der Schriftführer. „Bisher haben sie ihre Drohungen immer umgesetzt.“ Es wird also eng auf der Schneiderstraße. Der Umzug zieht anschließend über den Heimersfeld zur Paradewiese. Um 20 Uhr findet dann der große Festball statt.

Vogelschießen

Das Vogelschießen am Sonntag (5.7.) beendet dann die Regentschaft von König Bernd Kroker. Nach den Ehrenschützen schießen die Schützen des Vereins auf die Insignien. Nach der Feuerpause mit Erbsensuppe wird es spannend: Die Königsanwärter treten unter die Vogelstange. Wenn schließlich eine Entscheidung gefallen ist, wird das neue Königspaar inthronisiert. Die Parade vor dem Schützenkönig findet ab 18 Uhr statt. Nach dem Einzug ins Festzelt folgt der Throntanz um 21 Uhr.

Das Kinderschützenfest für die angemeldeten Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren beginnt am Samstag (4. Juli) um 10.30 Uhr. „Um hier ein wenig Gerechtigkeit zu gewähren, werfen die Kinder aus drei unterschiedlichen Entfernungen auf den gebackenen Vogel“, sagt der Vorsitzende Joachim Hansen.

Kinderschützenfest

Die Wiedereinführung war eines der großen Herzenswünsche des Vorsitzenden. Wahrscheinlich bedingt durch die Ferien haben sich die Anmeldungen bisher in Grenzen gehalten. „Bleibt zu hoffen, dass die Kinder Spaß haben und sich bei der Wiederholung 2017 eine große Grupp um die Königswürde bemüht“, so Schriftführer Sascha König. Anders als im Schützenverein kann es hier auch eine Kinderschützenkönigin geben. Der König oder die Königin wird dann in einer Kutsche am Festumzug durch Grafenwald am Nachmittag teilnehmen und auch – wie der große Schützenkönig – auf dem Thron die Parade abnehmen.

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