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Am Tappenhof

Neues Gebäude für Montessori-Kindergarten

Kirchhellen Der geplante Neubau des Montessori-Kindergartens ist kein Traum mehr, sondern wird im nächsten Jahr Realität. Die Gesellschaft für Bauen und Wohnen (GBB) hat die Ausschreibung für den Neubau gewonnen.

Neues Gebäude für Montessori-Kindergarten

Das Montessori-Kinderhaus an der Horsthofstraße ist marode. Eine Sanierung lohnt nicht mehr. Deshalb wird am Tappenhof neu gebaut.

„Wir warten auf die Baugenehmigung. Das kann aber nicht mehr lange dauern und dann geht es los“, sagte GBB-Geschäftsführer Stephan Patz am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Zunächst werden die Erd- und Kanalarbeiten ausgeschrieben. Ziel sei es, so Patz, damit noch in diesem Jahr fertig zu werden. Wie berichtet ist das alte Kindergarten-Gebäude an der Horsthofstraße marode und stark sanierungsbedürftig. Eine Sanierung lohnt sich jedoch nicht, da auch die Bausubstanz in absehbarer Zeit geschädigt wird – also musste ein Neubau her.

2015 hatte die Stadt entschieden, für den Ersatzstandort im Neubaugebiet Tappenhof einen Investor zu finden. 2800 Quadratmeter ist das dortige Grundstück groß. Der Investor sollte, so damals die Entscheidung des Rates, verpflichtet werden, den Montessori-Kindergarten zu bauen. Die Stadt würde sich dann im Gegenzug dazu verpflichten, das Kindergarten-Grundstück für 25 Jahre mit einer Verlängerungsoption anzumieten.

Mehrzweckraum geplant

Die GBB plant nun, in der zweiten Januarwoche 2017 mit den Rohbauarbeiten zu beginnen. „Mit viel Glück steht der Neubau zum Start des nächsten Kindergartenjahres. Das können wir aber nicht zusagen, denn alle Arbeiten sind stark von der Witterung abhängig“, erklärte Patz. Vier Gruppen für insgesamt 75 Kinder wird es im neuen Kindergarten geben. Besonderes Highlight soll ein Mehrzweckraum für Sport und Veranstaltungen werden, der durch Falttüren auf eine Fläche von rund 100 Quadratmetern vergrößerbar sein wird. Zwischen den vorderen und den hinteren Gruppen soll eine Art „Schmutzgang“ entstehen. „Dort können die Kinder ihre Stiefel und Jacken anziehen und nach draußen gehen. So bleibt der Dreck im Schmutzgang“, so Stephan Patz. Zudem sorge der Gang für eine bessere Lichtsituation im hinteren Gebäudebereich. Für Wärme wird eine Luft-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung sorgen. Ein Durchlauferhitzer ist für die Wasserversorgung zuständig.

Wünsche und Kritik geäußert

Außerdem wird es einen vom Garten zugänglichen Raum geben, in dem Spielzeug und Fahrzeuge gelagert werden können. „Besser als ein Container“, so Patz. In die Planung seien Kindergarten-Leitung sowie Erzieherinnen eingebunden gewesen. Sie konnten Wünsche und Kritik äußern. Stephan Patz geht stark davon aus, dass der Neubau mehr als die erst einmal vorgesehenen 25 Jahre als Kindergarten genutzt werden wird. Zwar habe man das Gebäude so entworfen, dass es auch für andere Zwecke nutzbar sei, „aber wir befinden uns in einem Neubaugebiet. Da wird es immer Kinder geben.“

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