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Könige in der Krümmede

BOCHUM In der JVA Krümmede rauchten am Montagabend die Köpfe.Beim Simultanschach trat Lothar Nikolaiczuk gegen achtzehn Gefangene an. Der gebürtige Bochumer war in den 80er Jahren unter anderem beim Open der Dortmunder Schachtage erfolgreich und ist mittlerweile als Buchautor und Schachtrainer aktiv.

Könige in der Krümmede

Lothar Nikolaiczuk mit seinen Gegnern.

Die Verbindung zu Nikolaiczuk stellte Hans-Jürgen Fresen her, der in der JVA die wöchentliche Schachgruppe leitet. "Die aktuelle Schachgruppe besteht seit 1995. Die Gefangenen spielen aber auch unter der Woche sehr gerne, etwa beim Freigang oder in der Gemeinschaftszelle", sagt Fresen. Nur selten sei ein Vereinsspieler darunter.

Volle Warteliste

Da viele Insassen aus dem ehemaligen Ostblock stammten, spielten die meisten seit ihrer Kindheit das "Spiel der Könige". "Die Wartelisten für die Schachgruppe sind voll", betont Fresen. Und auch die Plätze für die Duelle gegen Lothar Nikolaiczuk waren begehrt. Beim letzten Simultanturnier mit dem Internationalen Meister Bernd Schneider konnten die Gefangenen weder Sieg noch Remis erringen - der Solinger entschied alle Partien für sich.

Mit nicht ganz so hehrem Ziel startete Lothar Nikolaiczuk in das Simultanturnier. Der 52-Jährige trat gegen 18 Gegner an und musste zudem mit einem Zeitlimit von zweieinhalb Stunden zurechtkommen. Nikolaiczuk, der in den 90er Jahren in verschiedenen afrikanischen Ländern lebte und dort auch Titel errang, huschte von Brett zu Brett und hielt seine Kontrahenten in Schach.

Leben auf Bali

Am Ende standen für den Weltenbummler sechzehn Siege und zwei Remis zu Buche. "Ich habe selten so eine entspannte und angenehme Atmosphäre bei einem Schachturnier erlebt", gibt Nikolaiczuk zu Protokoll, der den Großteil des Jahres auf Bali verbringt. Ob ihn die zwei Remis fuchsen? "Nein, es hat riesigen Spaß gemacht!".

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