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Internationale Konferenz

Konferenz soll Möglichkeiten der Arbeitnehmerbeteiligung aufzeigen

BOCHUM Arbeitnehmerbeteiligung in Unternehmen ist heute wichtiger denn je. Dies zeigten auch die ersten Ergebnisse der Fachtagung "Wissen und Erfahrung der betrieblichen Mitbestimmung". "Mitbestimmung beginnt mit der Idee, dass Demokratie nicht nur in der Politik stattfindet", brachte Dr. Manfred Wannhöfel, Geschäftsführer der gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM die Grundlage der Fachtagung auf den Punkt.

Konferenz soll Möglichkeiten der Arbeitnehmerbeteiligung aufzeigen

Die Veranstalter der Fachkonferenz (v.l.) : Prof. Dr. Ludger Pries, Prof. Dr. Stefan Berger, Dr. Manfred Wannöffel und Michaela Kuhnhenne.

40 Experten aus zehn Ländern, darunter auch Nord- und Südkorea sowie China konnten die Veranstalter am Mittwoch, 21. August, im Haus der „Geschichte des Ruhrgebiets“ zum ersten Teil der Tagung begrüßen. „Ziel dieser Konferenz ist es, zu sehen welche Arbeitnehmervertretungen es im internationalen Vergleich gibt. Vor allem auch in den Schwellenländern und in Ländern, die bisher nicht so im Mittelpunkt standen“, erläuterte Prof. Dr. Stefan Berger, Direktor des Instituts für soziale Bewegungen der RUB.

Und so soll die Veranstaltung auch zum internationalen Erfahrungsaustausch beitragen. „Es geht während der Tagung nicht in erster Linie um die betriebliche Ebene tariflicher beziehungsweise gewerkschaftlicher Aktivitäten, sondern um betriebliche Formen der kollektiven Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten“, so Prof. Dr. Stefan Berger. Und dass betriebliche Mitbestimmung der Arbeitnehmer sich positiv auf ein Unternehmen auswirken kann, stellte sich bereits zu Beginn der Tagung heraus. Im Vergleich der 27 EU Länder, stellte man fest, dass Länder, mit einer starken Arbeitnehmerbeteiligung in Unternehmen, ein wirtschaftlich besseres Ergebnis erzielen, sich dynamischer entwickeln und effektiver arbeiten. Die Mitarbeiter solcher Unternehmen sind engagierter.

Ein globales Patentrezept zur Mitbestimmung im Betrieb gibt es allerdings nicht - und kann es auch nicht geben. Exemplarisch wird in diesem Zusammenhang der Autobauer aus Wolfsburg genannt. Der Konzern bemühe sich derzeit, in seinen weltweiten Niederlassungen einheitliche Mindeststandards der Mitbestimmung zu erreichen. Ob das, vor allem in kommunistischen Ländern wie China, auch funktionieren kann, bleibt abzuwarten. 

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