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Kindergarten in Legden feiert 60. Geburtstag

60 Kerzen für die Torte im Kindergarten St. Brigida

Legden Die Kinder sind schon ganz aufgeregt. „Wir feiern heute ein Fest“, singen sie. Die Vorfreude ist riesig. Am Sonntag wird der Kindergarten St. Brigida 60 Jahre alt. Das wird groß gefeiert.

60 Kerzen für die Torte im Kindergarten St. Brigida

60 Kerzen haben die Kinder für die große Torte gebastelt, die am Sonntag im Kindergarten St. Brigida stehen wird. Sie haben Bilder gemacht und Lieder geprobt. Foto: Ronny von Wangenheim

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto zeigt Mädchen mit Schürzen und Jungen in Lederhose. Auf der Wiese steht eine einsame Rutsche. Spaß, auch das sieht man, hatten die Kinder vor 60 Jahren im St. Brigida-Kindergarten aber genauso wie die Kinder heute. Die können draußen zwischen einem riesigen Sandkasten, Trampolin, Klettergerüsten und Rutschen wählen. Auch eine Hecke ist ein herrlicher Kletterort.

In den 60 Jahren, in denen es den Kindergarten an der Amtshausstraße gibt, hat sich viel mehr geändert. Die Räume sind dank der An- und Umbauten 1972 und 1995 größer geworden. Die Gruppen dafür kleiner. Gleich 80 Kinder wurden im Mai 1958 in drei Gruppen aufgenommen. Es gab Jahre, so weiß es die Leiterin Annette Eichholz, da konnten die Kinder nur schichtweise kommen. Nachmittags- und Übermittagsbetreuung – davon war damals noch nicht die Rede. Und „Wühlmäuse“, wie die Gruppe der Kinder unter drei Jahren heißt, gab es damals auch noch nicht.

60 Kerzen für die Torte im Kindergarten St. Brigida

Schwester Ruth (Palmatia) leitete den Kindergarten 30 Jahre lang. Foto: privat

Heute sind es 59 Kinder zwischen eineinhalb und sechs Jahren, die hier toben, basteln, spielen, frühstücken und Mittagessen. Die Zeiten, als der Kindergarten mit Ausnahmeregelung zusätzlich Kinder aufnahm, sind seit Kurzem vorbei. Der neue DRK-Kindergarten hat zur Entspannung der Situation beigetragen.

Die Kinder freuen sich jetzt auf den Sonntag, wenn sie ihr Jubiläum feiern. Jedes Kind hat eine Geburtstagskerze gebastelt, die auf einer riesigen Torte platziert wird. Einige haben einen großen Regenbogen bemalt, der beim Familiengottesdienst zum Einsatz kommt. „Wir feiern unter dem Regenbogen“ ist das Motto des Tages.

Es ist eine entspannte Atmosphäre draußen. Die Sonne scheint, die Kinder spielen überall. Kaum zu glauben, dass es so viele sind. Doch dann kommen sie alle zusammen unter dem blühenden Baum. Die Erzieherinnen schlagen die ersten Töne an und die Jungen und Mödchen singen: „Wir sind die Kleinen in den Gemeinden“, „Regenbogen, buntes Licht“ oder „Gottes Liebe ist so wunderbar“. Die Texte sitzen, die passenden Bewegungen kommen automatisch.

Gruppen anfangs noch nach Alter getrennt

Dann laufen sie wieder fort, hin zum Sandkasten, wo sie Kuchen backen oder Rollenspiele erfinden, sie düsen auf Rollern durch den Garten oder lassen Seifenblasen fliegen. Eine Erzieherin holt sich Kinder an den Tisch. Begeistert lassen sich die Kinder die Hände mit leuchtenden Farben anmalen. Zu den Fußabdrücken kommt jetzt noch eine Hand – das Bild erinnert am Ende an eine Blume. Das alles können die Eltern und andere Interessierte am Sonntag bewundern und sich im Kindergarten umsehen. Einige werden ihn noch aus der eigenen Kindheit kennen.

60 Kerzen für die Torte im Kindergarten St. Brigida

Vieles hat sich geändert in 60 Jahren, manches nicht: Kinder spielen heute wie vor 60 Jahren im Kindergarten St. Brigida. Foto: privat

Die Hälfte der Zeit hat Annette Eichholz miterlebt. Seit 31 Jahren arbeitet sie im Kindergarten, die meiste Zeit als Leiterin. Vor ihr war Schwester Ruth (Palmatia) 30 Jahre Leiterin des Kindergartens. Altersgetrennt waren am Anfang noch die Gruppen, so erzählt Annette Eichholz. Gut, dass dies heute anders ist. „Die Großen lernen von den Kleinen und umgekehrt. Sie beobachten sich gegenseitig, nehmen viel voneinander an“, sagt sie. Sind die Kinder heute anders als früher? Annette Eichholz überlegt kurz: „Sie sind selbstbewusster als früher, sprachlich weiter entwickelt.“

Vieles mehr kann Annette Eichholz erzählen: von der Partizipation, die dem Erzieherinnenteam wichtig ist, von dem Frühstücksbüffet, das sie irgendwann eingeführt haben, auch weil die Menge der Donuts und Milchschnitten in den Frühstücksboxen der Kinder zunahm, vom Bewegungsangebot und der Zusammenarbeit mit dem Kindergarten St. Martin unter dem Dach des Familienzentrums Legden.

60 Kerzen für die Torte im Kindergarten St. Brigida

59 Kinder zwischen eineinhalb und sechs Jahren gehen heute in den Kindergarten St. Brigida. Foto: Ronny von Wangenheim

Und gibt es noch Wünsche für die Zukunft? Natürlich. Annette Eichholz lächelt: „Wir würden gerne noch ausbauen, damit wir besser in kleinen Gruppen arbeiten können.“ Sie erzählt auch, dass eine Kantine für das Mittagessen schön wäre. Bislang essen die Kinder mittags in ihren Gruppenräumen. Und, ja, die Gruppenräume könnten auch einmal überarbeitet werden. Die Fußböden sind schließlich genauso alt wie der Kindergarten: stolze 60 Jahre.

Messe und Feier am Sonntag

  • Auftakt ist am Sonntag, 29. April, 10.30 Uhr, die Familienmesse in der Kirche St. Brigida, die von den Kindergartenkindern mitgestaltet wird.
  • Danach geht es im Kindergarten, Amtshausstraße 5, weiter. Die Aufbauförderstufe des Musikzugs wird ein Platzkonzert geben. Für Kinder gibt es Hüpfburg, Schminken, Glücksrad und andere Spielangebote, auf die Großen warten Kaffee, Kuchen und Deftiges vom Grill.
  • Der St.-Martin-Kindergarten ist zu Gast mit einem Kaspertheater. Eine Aufführung geben auch die Tanzmäuse, die im Kindergarten von der Tanzschule Büscher betreut werden.

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