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Neue Leitung auf alter Trasse

Amprion prüft technische Varianten für Erdkabel

Legden In Raesfeld ist bereits Strom auf der Leitung, in Borken haben die Tiefbauarbeiten begonnen. Bis allerdings die Höchststromleitung durch Legden führen wird, vergeht noch Zeit. Auf fünf Kilometern soll das Kabel hier unter die Erde gelegt werden. Zurzeit werden noch die technischen Varianten geprüft.

Amprion prüft technische Varianten für Erdkabel

Wo die Freileitung mit dem Erdkabel verbunden wird, muss eine Kabelübergabestation gebaut werden. Das Beispiel zeigt die Station Löchte bei Raesfeld. Ähnlich wird sie in Legden aussehen

Die 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung wird seit Jahren geplant. Sie führt 150 Kilometer von Wesel durch das Münsterland bis nach Meppen im Emsland. Sie soll die vorhandene 220-kv-Hochspannungsleitung ersetzen, die 1928 gebaut wurde und den steigenden Windstrommengen nicht mehr gewachsen ist. Nicht verwechselt werden darf sie mit der großen Stromautobahn von der Nordsee bis nach Baden-Württemberg, die der Übertragungsnetzbetreiber Amprion in der vergangenen Woche vorstellte und die ebenfalls durch das Münsterland führen wird.

Pilotprojekt in Raesfeld

Auch der Legdener Abschnitt ist schon lange im Gespräch. Die ersten Masten für die Freileitung an der Autobahn A 31, rund zwei Kilometer auf Gemeindegebiet, sollten ursprünglich noch in diesem Jahr errichtet werden. Die Erdkabel sollten später folgen. Doch erst einmal hat sich Amprion auf den ersten Abschnitt in Raesfeld konzentriert, wo ein 3,5 Kilometer langes Erdkabel verlegt wurde. "Das war ein Pilotprojekt", erläutert Amprion-Sprecher Jonas Knoop. Dort läuft inzwischen der Probebetrieb.

Infoveranstaltungen Anfang 2017

Erst kürzlich wurde die Streckenführung unter Legden noch einmal festgezurrt und über die notwendigen Techniken gesprochen, so erläutert Knoop. Er kündigt an: "Anfang 2017 wird es in Legden öffentliche Informationsveranstaltungen geben." Bis dahin könnte feststehen, wie das Kabel verlegt wird. "Aktuell ist nicht gesichert, wie der Abschnitt aussehen wird", so Knoop.

Lange Zeit war auch über Schutzrohrstollen nachgedacht worden. Oder einfacher gesagt: Ein Tunnel würde dann unter Legden hindurch führen. Jetzt ist aber wieder die offene Bauweise im Gespräch, bei der die Kabel zwei Meter unter die Erde gelegt werden.

Bodenschonende Bauweise

Für das Unternehmen ist die Höchstspannungsleitung im Boden ein Pilotprojekt für Erdverkabelung. Beim ersten Bauabschnitt in Raesfeld wurden wichtige Erkenntnisse gesammelt, die dann in Borken und später in Legden umgesetzt werden. Dabei geht es vor allem um eine bodenschonende Bauweise, so Knoop. Schicht um Schicht wurde Erde abgetragen und später wieder eingesetzt, um der Landwirtschaft nicht zu schaden. "Die ersten rekultivierten Flächen zeigen, dass der Plan funktioniert", sagt der Amprion-Sprecher. Noch nicht klar ist, wie groß die Kosten sind. 2015 war für das Gesamtprojekt eine Summe von 250 Millionen Euro genannt worden.



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