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Bläser klassisch und modern

Asbeck Trompetenbaum und Geigenfeige, so der Titel der Konzertreihe, spielten mit, nur das Wetter am Sonntagnachmittag nicht: Kurzerhand ins Dormitorium verlegten die Organisatoren die eigentlich draußen geplante Musikdarbietung des Blechbläserquintetts aus Bocholt.

Bläser klassisch und modern

<p>Kurz angestimmt noch vor dem Dormitorium, dann wurde das Konzert nach drinnen verlegt: Das Blechbläserquintett der Musikschule Bocholt-Isselburg-Rhede mit Ann-Christin Uebbing und Friederike Rohmann (Trompeten), Julian Latos (Horn), Marina Langert (Posaune) und Hubertus Fröhlich (Tuba). Pier-Bohne</p>

Dort ließen die fünf jungen Musiker Ann-Christin Uebbing, Friederike Rohmann, Julian Latos, Marina Langert und Hubertus Fröhlich Kammermusik vom Feinsten erklingen. Obwohl das Dormitorium mit über 100 Zuhörern bis auf den letzten Platz gefüllt war, kamen die Musikstücke akustisch gut an. Das Programm reichte von der Renaissance über die moderne Klassik bis hin zu Pop und Folklore. Sowohl schwermütig als auch leicht kamen die Kompositionen von Anthony Holborne herüber, der Hofmusiker bei Königin Elisabeth I. war. Im Repertoire waren auch Stücke von Giovanni Gabrielli (1557-1612), einem wichtigen Komponisten im Übergang von der Renaissance zum Barock, der unter anderem Hauptorganist in San Marco in Venedig war.

Namhaftes Ensemble

Die fünf jungen Musiker strahlten Gelassenheit und Begabung aus. Wohl auch deshalb, weil sie sich schon ausgezeichnet haben. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" erlangten sie in diesem Jahr bereits auf der Regionalebene den ersten Platz und im Landeswettbewerb den zweiten Preis. Michael Meldrum, Leiter des Ensembles, führte durch das Programm.

Nach der Pause änderte sich die Musikrichtung, es wurde lebendiger und flotter. Mit Klaus-Peter Bruchmanns Werk "Cinq pour Cinq", eine kleine Suite im französischen Stil, wurde eine augenzwinkernde Hommage an das französische Variete-Theater deutlich. Begeisterten Applaus erhielt das Quintett für "Moon River" aus Frühstück bei Tiffanys und die Beatles-Kompositionen "Yesterday", "I wanna hold your hand" und "Yellow Submarine".

In der Pause schlug Birgit Zimmermann, Landschaftsarchitektin beim Kreis Borken, eine Brücke zu den Klostergärten, wobei sie auf ortstypische Bäume wie Linden, Buchsbaum und auch auf die Pflaumenbäume einging, für die Asbeck bekannt ist.

Gärten erkundet

Nach dem Konzert führte der Heimatverein mit der Landschaftsarchitektin die Gäste, die aus dem gesamten Kreisgebiet kamen, durch den Ort. Anhand des Urkatasters erkundeten sie die ehemaligen Standorte der "Fräuleingärten" und versuchten sich vorzustellen, wie das alles in Asbeck früher wohl ausgesehen haben könnte. MPB

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