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Erwachsene reisen ins Märchenreich

Legden Es ist fast dunkel. Das Herdfeuer knistert und taucht die Upkammer im Haus Weßling in flackerndes, rotes Licht. Die Stehlampe neben Otto Dürschlag ist die einzige elektrische Lichtquelle - eigentlich überflüssig. Denn der Mann aus Amelsbüren liest nicht vor, sondern erzählt - und leuchtet mit seinen Märchen eine ganze Welt aus.

Die zehn Zuhörer machen so Bekanntschaft mit armen Kindern und abenteuerlustigen Jünglingen, mit Bösewichten und sogar mit einem asiatischen Schicksalsgott. Knietief waten sie durch süßen Brei - und das, obwohl sich niemand auch nur einen Zentimeter bewegt - so gebannt lauschen alle.

Ob Märchen etwas für Erwachsene sind? Diese Frage stellt sich nach der Veranstaltung des katholischen Bildungswerks Legden nicht mehr. Für Dürschlag, dem pensionierten Lehrer und passionierten Märchenerzähler, ist klar: "Märchen erzählen immer vom Leben und lassen uns so eigene Erfahrungen besser verstehen" - etwa die Suche des Heranwachsenden nach dem eigenen Ich oder die Angst des alten Menschen vor der Unausweichlichkeit seines Todes.

Was sein Lieblingsmärchen sei? Dürschlag braucht nicht lange nachzudenken: "Die Unke" von den Gebrüdern Grimm. Die zehn Zuhörer, die sich nach zwei Stunden die Augen reiben, als seien sie gerade aus einem Traum erwacht, wissen, wovon er spricht. Und allen anderen empfiehlt Dürschlag den Griff zum Märchenbuch. Denn lesen und dann selbst weiter erzählen sei ebenso schön wie zuhören, sagt er. Und wer sein strahlendes Gesicht sieht, hat keinen Zweifel daran. sy-

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