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Baum des Jahres

Esskastanie liefert gutes Holz und leckere Früchte

LEGDEN Die Esskastanie ist Baum des Jahres 2018. Sie ist vielseitig nutzbar.

Esskastanie liefert gutes Holz und leckere Früchte

Die Esskastanien im Wald von Clemens von Oer liefern nicht nur gutes Holz, sondern auch nahrhafte Früchte und die Blüten guten Nektar für Bienen. Foto: Beneke

Die Esskastanien, die im Forst um das Wasserschloss Egelborg ihre Wipfel in die Höhe recken, sind oft schon über 100 Jahre alt. Clemens von Oer, dem Schloss und Wald gehören, weiß um die Geschichte der Bäume. „Meine Vorfahren haben sie einst angepflanzt“, erzählt er.

Lange trug die Esskastanie zur Ernährung der Bevölkerung bei. Und auch bei wohlhabenden Bürgern waren Esskastanien als Delikatesse beliebt. „Die fettarmen, stärkereichen und süßlichen Maronen blieben nach Missernten oft das lebensrettende Nahrungsmittel“, erklärt die Stiftung Baum des Jahres, die jedes Jahr einen neuen Baum des Jahres bestimmt. „Botanisch betrachtet sind Esskastanien Nüsse, weniger fett als Walnuss oder Haselnuss, jedoch reich an Kohlehydraten.“

Drei gute Eigenschaften


Der lateinische Name der Esskastanie lautet Castanea sativa. Wirklich heimisch ist der Baum in Deutschland eigentlich nicht, er liebt warme Gegenden. Seit der Zeit der Römer hat der Baum sich aber vom Mittelmeerraum aus nach Südwestdeutschland verbreitet.

Im Wald von Clemens von Oer stehen nur hier und da einzelne Exemplare – die aber schätzt von Oer sehr. Denn Esskastanien haben einige gute Eigenschaften. So sei ihr Holz recht hart, sagt von Oer. Auch ist es elastisch und lässt sich gut bearbeiten. Neben dem wertvollen Holz liefere die Esskastanie im Juni und Juli guten Nektar für Bienen und andere Insekten, sagt Clemens von Oer. „Die Blüten sind bei Imkern sehr beliebt.“ Die letzte gute Eigenschaft zeigt sich erst später im Jahr, im Oktober. Dann sind die Früchte des Baumes reif. „Man kann sie gut in der Pfanne heißmachen, mit ein bisschen Fett, das ist sehr nahrhaft“, weiß von Oer aus eigener Erfahrung.

Neben der Nascherei in der kalten Jahreszeit lassen sich die Früchte in getrockneter Form mahlen. Brot und Gebäck aus Esskastanienmehl sind glutenfrei und damit für Allergiker eine willkommene Erweiterung des Speisezettels, so die Stiftung über den Baum des kommenden Jahres. Die Esskastanie als Baum des Jahres 2018 kann also richtig was.

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