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Grünes Abenteuerland

Familie Reers aus Asbeck nimmt an den Gartentagen teil

ASBECK Neun Gärten öffnen am 23. und 24. Juni ihre Pforten. Einer davon ist in Asbeck und gehört Familie Reers - ein romantischer mit rankenden Bodendeckern und weißer Blütenpracht.

Familie Reers aus Asbeck nimmt an den Gartentagen teil

Rankende Bodendecker, Blütenpracht: Den Garten von Familie Reers können sich Besucher nun ansehen.

Wo ist nur Jakob? Das weiße Klettergerüst mit der flatternden Piratenflagge ist leer. Die blaue Rutsche verwaist. Und im Sandkasten erinnert nur noch eine Mulde neben den in Reih und Glied geparkten Plastikautos, dass der Zweijährige gerade noch da war. Oma Irmgars Reers bleibt trotzdem die Ruhe in Person. Sie kennt Jakobs Verstecke in ihrem großen Abenteuergarten nur zu genau.

Am 23. und 24. Juni können die Besucher der Legdener Gartentage sie ebenfalls kennenlernen. Irmgard Reers gibt jetzt schon einen Einblick. Der Rasen schluckt den Laut der Schritte, als sie sich wortlos den Sträuchern nähert. Wer steht, sieht nur ein dichtes Blättergeflecht. Wer sich bückt – in etwa auf die Höhe eines Zweijährigen – erkennt einen Pfad, der durch die holzigen Stämmen hindurch führt. Die Erde ist platt getreten, der Platz ist leer: kein Jakob. Die Asbecker Hobbygärtnerin ist immer noch nicht beunruhigt. Ihr Mann Bruno Reers, der gegenüber des leeren Verstecks seinen Taubenschlag begutachtet ebenfalls nicht. Der Garten – das wissen auch Bernd und Steffi Reers, die den Garten zusammen mit ihren Eltern hegen und pflegen – birgt Geheimnisse.

Söhnchen Jakob kennt sie alle. „Wo bis Du?“ Ganz hinten im Garten kichert es – irgendwo hinter der selbst gebauten Laube aus Jahrhunderte alten Eichenbalken, dem Schattenbeet mit rankenden Bodendeckern und der Pfingstrose, die sich unter der Last ihrer roten Blüten duckt. Irmgard Reers geht zielsicher über den gepflasterten Weg. Links: gepflegten Beete, durch die mit Mulch ausgestreuten Wege führen, recht: eine tiefgrünen Rasenfläche, auf der unberührt ein Fußball liegt. Vor einem Baum bleibt sie stehen: ein echter Star im Reerschen Garten. Die Erwachsenen lieben ihn wegen seiner enormen weißen Blütenpracht im Frühjahr, die Kinder wegen seiner starken Äste. Auf einem davon hockt breit grinsend Jakob – nur einen Moment, dann fliegt er in Omas Arme. „Jede freie Minute sind wir hier draußen“, sagt Irmgard Reers. Davon hat die Familie allerdings nur wenige. Schließlich gebe es in der Gastwirtschaft – sie deutet auf das Haus hinter ihr – immer viel zu tun. „Um so wertvoller ist uns die Zeit hier im Garten.“ Und die Arbeit? „Ein guter Ausgleich“, sagt Bruno Reers, der vom Taubenschlag herüber gekommen ist. Außerdem dürfe sich auch ruhig einmal ein Unkraut zwischen die Blumen schleichen.

Jakob ist schon wieder auf und davon – dieses Mal zurück in Richtung Klettergerüst. Wenn er und sein Bruder Paul (5) Besuch bekommen von den zehn Cousins und Cousinen, „dann können wir Erwachsenen uns ungestört zusammensetzen“, erzählt Irmgard Reers, „die Kinder haben hier immer etwas zu tun.“

  • Neun Gärten öffnen am 23. und 24. Juni ihre Pforten – zwei davon in Asbeck. Das Eintrittsgeld beträgt 3,50 Euro für Erwachsene, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Routenbeschreibung und Button gibt es beim Verkehrsverein im Taubenturm. 
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