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Flaniermeile sucht Geschäft

Legden Rotes Pflaster, ebene Bürgersteige: Nach dem mehrmonatigen Umbau präsentiert sich die Legdener Hauptstraße als attraktive Flaniermeile - allerdings für zwei Einzelhandelsgeschäfte nicht mehr. Sie verlassen die Haupteinkaufsstraße im Herzen des Dahliendorfes.

Flaniermeile sucht Geschäft

<p>Zu vermieten: Gleich zwei Geschäfte auf der Hauptstraße bieten Platz zur Verwirklichung neuer Geschäftsideen. Lüttich-Gür</p>

"Zu vermieten", steht in schwarzen Lettern auf dem weißen Zettel, der im Schaufenster hängt.

Von den bunten Blumen und fantasievollen Dekoartikeln, die dort sonst als Blickfang standen, ist längst nichts mehr zu sehen. Im Second-Hand-Geschäft gleich daneben gibt es zwar noch eine Auslage - aber auch ein Schild: "Räumungsverkauf". So traurig es auch sei, dass die zwei Geschäfte die Hauptstraße verließen, "wirklich tragisch ist das noch nicht", so Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

Schließlich handele es sich um nur kleine Geschäfte - lediglich Einzelfälle und alles andere als ein Trend. "Es bewegt sich eben 'was, das ist an sich doch nichts schlechtes." Wechsel habe es schließlich auch in der Vergangenheit gegeben.

Leerstand allerdings auch. Dass dieses Schicksal den beiden Ladenlokalen auf der Hauptstraße erspart bleibt, ist eine Hoffnung, die nicht nur die Hauseigentümerin hat, die die Immobilie weiter entsprechend nutzen will, wie sie dem Bürgermeister versicherte. Auch die Wirtschaftsinitiative Legden-Asbeck ist optimistisch, dass sich Nachfolger finden: "Besucher sagen uns immer wieder: Was habt ihr für eine schöne Einkaufsstraße", so Wilhelm Terhörst, Vorsitzender der Wila.

Gerade nach dem erfolgreichen Umbau zeige sich die Lage im Herzen des Dahliendorfes noch reizvoller - auch für Einzelhändler, die noch nach einem passenden Geschäft suchten: "Und uns fehlen noch einige Einzelhandelsgeschäfte, etwa mit Haushaltswaren."

Nicht zum ersten Mal sei die Stärkung des Einzelhandels im Zentrum Thema in der Wila gewesen. "Wir können aber eigentlich nur werben und mitmachen", ergänzt der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes, unter dessen Dach sich auch die Kaufmannschaft befindet.

Abschied fiel schwer

Sowohl Maria Lutter, die Betreiberin des 3-K-Ladens, als auch Familie Specking, die eine Filiale ihres Blumengeschäfts von der Ahauser Straße im Dorfkern unterhielt, haben mit einem "weinenden Auge" die Hauptstraße verlassen. Die langen Bauarbeiten vor der Haustür hätten keinen Anteil an der Entscheidung, versichern sie. Während Specking das Hauptgeschäft erweitert, hatten sich für Lutter andere berufliche Perspektiven ergeben. sy-

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