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Hochbehälter wird modernisiert

Gutes Trinkwasser erfordert Investitionen

Legden 3000 Kubikmeter Wasser lagern im Hochbehälter in Holtwick. Von hier bekommen die Legdener ihr Wasser. Doch der Bau ist in die Jahre gekommen.

Gutes Trinkwasser erfordert Investitionen

Sehen sich die drei Pumpen an, die im zweiten Bauabschnitt erneuert und um eine weitere ergänzt werden sollen: (v.l.) Friedhelm Kleweken, Stadtwerke-Geschäftsführer Markus A. Hilkenbach, Elke Berger von der Gemeinde Rosendahl, Christoph Gottheil und Betriebsleiter Hubert Meinker. (3) von Wangenheim Foto: Ronny von Wangenheim

Mit 112 Metern über Normalnull steht der Hochbehälter an einem der höchsten Punkte in Rosendahl. Doch sein „Schatz“ liegt in der Tiefe. Eine Treppe führt hinab zur dunklen, ruhigen Wasserfläche. Betreten ist aber verboten. Hier ruht schließlich das saubere Trinkwasser von zwei Gemeinden.

1981 wurde der Hochbehälter am Bergweg gebaut. Jetzt muss die in die Jahre gekommenen Steuerungs- und Anlagentechnik auf den neuesten Stand gebracht werden. 750.000 Euro werden über drei Jahre investiert. Rosendahl übernimmt zwei Drittel, Legden ein Drittel der Kosten. Grund genug für die Bürgermeister Christoph Gottheil und Friedhelm Kleweken, sich vor Ort umzusehen.

Natürliches Gefälle


Die kreisrunde Speicherkammer ist zweigeteilt, sodass während eventueller Reparaturen die Wasserversorgung gewährleistet bleibt. Das Wasser, so erläutert Markus A. Hilkenbach, Geschäftsführer der Stadtwerke Coesfeld, kommt vom Hochbehälter in Coesfeld. Der liegt ganze zehn Meter höher. Das reicht? „Ja“, so sagt es Betriebsleiter Hubert Meinker, „das Wasser kann mit einem natürlichen Gefälle und damit energiesparend reinfließen.“ Von hier aus geht es weiter in Richtung Rosendahl, Legden und Asbeck.

Im Ortsnetz wird der Wasserdruck auf 3 bis 6,5 bar reguliert. Dafür braucht es die Mittelspannungsanlage mit dem Transformator, die wie die drei Pumpen in einem eigenen Gebäude untergebracht ist. Sie soll genauso erneuert werden wie das Notstromaggregat.

Bei den letzten Reparaturen wurde festgestellt, dass es dafür inzwischen keine Ersatzteile mehr gibt. Es soll künftig in einer Station neben dem Gebäude platziert werden.

Einsatz beim Schneechaos


Seinen großen Einsatz, so erzählt Hubert Meinker, hatte das Notstromaggregat beim Schneechaos 2005, als tagelang der Strom ausfiel: „Sonst wäre das Wasser wahrscheinlich nur noch aus dem Hahn getröpfelt.“

Als erster Schritt werden zurzeit die Bauteile beschafft. Die eigentliche Sanierung beginnt dann 2018 mit der Erneuerung von Mittelspannungsanlage und Notstromaggregat. Im zweiten Bauabschnitt sollen die pumpentechnischen Bauteile, die Niederspannungsanlage und die Steuerungstechnik modernisiert werden.

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