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Dahliendorfspieker und Winterstube

Heimatverein setzt auf Emaille

Legden Kisten, sehr viele Kisten haben Mitglieder des Heimatvereins Legden in den vergangenen Wochen geöffnet. Sie haben den Dachboden im Haus Weßling entrümpelt und Zimmer leer geräumt. Sie haben gesichtet, sortiert, weggeschmissen und Platz geschaffen. Jetzt gibt es zwei sichtbare Ergebnisse im Haus Weßling und im Dahliendorfspieker. Außerdem wird bald die Kopie des Wurzel-Jesse-Fensters erwartet.

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Angela Hemker (l.) und Hedwig Janning haben die neuen Ausstellungstücke ausgewählt und sich dabei auf Objekte aus Emaille konzentriert.

Noch steht das Wurzel-Jesse-Fenster in Kevelaar in den Werkstätten für Glasmalerei. privat

In der Winterstube kann jetzt auch geheiratet werden.

Es wird das herausragende Ereignis für den Heimatverein in diesem Jahr. Hedwig und Alfred Janning waren vor kurzem in Kevelaar, wo das Fenster gereinigt und aufgearbeitet wurde. "Es ist sehr beeindruckend," erzählt Hedwig Janning und schwärmt von der Leuchtkraft und den strahlenden Farben.

Dauerleihgabe des Bistums Münster

In zwei Wochen kommt die Dauerleihgabe des Bistums Münster ins Haus Weßling. Besser noch als das Original in der Kirche St. Brigida wird das Fenster mit seiner Darstellung des Stammbaums Jesu zu sehen sein, davon ist der Heimatvereins-Vorsitzende Gerd Heuser überzeugt. Am Sonntag, 20. November, 14 bis 17 Uhr, wird das 3,50 Meter hohe Fenster erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Barrierefrei

Mit der Winterstube steht jetzt ein weiterer Raum am Busshook 6 für Trauungen bereit. "Die Upkammer mit der schmalen Treppe war vor allem für ältere Menschen nur schlecht erreichbar", erläutert Gerd Heuser. Noch muss der große Tisch ausgetauscht werden, aber schon jetzt zeigt sich der Raum mit den historischen Ausstellungsstücken, dem schönen Fußboden und den großen Fenstern im besten Licht. Früher wurde der Raum als Büro genutzt und später mit Kisten vollgestellt.

Immer wieder neue Spenden

"Wir bekommen immer wieder Exponate", berichtet Heuser von Spenden und sogar Haushaltsauflösungen. "Wir haben sogar noch Schuppen angemietet." Nach der Aufräumaktion, bei der sich allen voran Michael Rotz engagiert hat, ist vieles übersichtlicher geworden.

Utensilien aus Emaille

Allein zweieinhalb Stunden brauchte Rotz, so erzählt er, um die beiden Hauptexponate zu bergen, die jetzt im Dahliendorfspieker zu sehen sind: zwei alte Emaille-Herde. "Immerhin schon elektrisch", sagt Angelika Hemker, die gemeinsam mit Hedwig Janning die Haushaltsgeräte aus Emaille zusammengestellt hat und auf den Herden und in zwei Vitrinen präsentiert.

Aus den 1950er-Jahren

Alte Kochtöpfe, Entsafter, Durchschläge, Aufschnittmaschine oder Nachtgeschirr - vieles stammt aus den 1950er oder 60er-Jahren, so vermuten die beiden Frauen. Michael Rotz hat ein Foto seiner Tante Katharina Rotz beigesteuert, das sie in ihrer Küche zeigt, die mit vielen Emaille-Utensilien ausgestattet war.

Der Dahliendorfspieker am Haus Weßling ist an jedem dritten Sonntag geöffnet. Aber auch bei den Führungen durch das Dorf machen die Heimatvereinsmitglieder hier Halt. Gerd Heuser: "Wir hatten allein im ersten Halbjahr mehr als 50 Führungen - so viel wie noch nie".

 

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