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Allgemeine Schützengesellschaft

Hermann Terhörst tritt nicht mehr an

LEGDEN Hermann Terhörst hat immer einen passenden Spruch bereit. Auch diesmal: "Alles hat seine Zeit", sagt der Präsident der Allgemeinen Schützengesellschaft Legden. Und jetzt ist Zeit für einen Nachfolger.

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Großer Bahnhof mit (v.l.) Bernd Heuser, Marlies und Hermann Terhörst sowie Thomas Fleige.

Die Königsadjutanten Hermann Terhörst (r.) und Rudi Droppelmann im Jahr 1959.

Bei der Parade am Sonntag auf der Hauptstraße wurde bekannt gegeben, dass Hermann Terhörst nicht für eine weitere Wahlperiode kandidieren wird. Vor dem gesamten Schützenbataillon wurde der 77-Jährige geehrt und im gleichen Zuge zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Seine Familie ist seit Generationen mit der Schützengesellschaft verbunden. Gerne erzählt er etwa, dass seinem Großvater sogar vergönnt war, von 1924 bis 1936 gleich fünfmal als "Alter König" die Parade der Schützen abzunehmen.

Seit 17 Jahren Präsident

Seit 2000 ist Hermann Terhörst Präsident, davor hat er seit 1994 als Vorsitzender die Zügel in der Hand gehalten. Königsadjutant, Major, Oberst, General - all diese Ämter hatte er im Laufe der vielen Jahrzehnte inne. Nur eines ist ihm nie gelungen: Die Königskette konnte er nicht umlegen. "1959 habe ich zwar den Vogel abgeschossen, aber damals wurde noch zu zweit gleichzeitig geschossen und König wurde ein anderer", erinnert er sich. Seit dieser Zeit sei er im Vorstand aktiv.

40 Jahre war Terhörst auch als Turnierreiter unterwegs. "Die Parade beim Schützenfest zu reiten, war jedoch mehr als ein Turniersieg", sagt er und belegt damit, wie wichtig ihm die Schützengesellschaft ist. Westfälisches Brauchtum und Kulturgut zu pflegen und zu wahren - "das liegt mir im Blut", sagt Terhörst. Pferde, Kutschen und Offiziere sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil des Schützenfestes. Diese Traditionen, so der Legdener, müssen der Jugend weitergegeben werden, "ohne den Blick für die Zukunft und Neuerungen zu verlieren".

Gute Zusammenarbeit

Die Entwicklung, die auch er mitgestaltet hat, nennt er positiv. Voll Freude sieht er die vielen Fahnen, die auch am Wochenende wieder das Dorf schmückten. Mehr als 600 Stück wurden über die Jahre inzwischen an Legdener Bewohner weitergegeben. Hermann Terhörst erinnert an die gute Zusammenarbeit der sechs Schützenvereine aus Legden und Asbeck, beispielsweise beim Ortsjubiläum 1992 oder den Vereinsjubiläen 1986 und 2011.

Als Vorsitzender, so erzählt Terhörst, war er daran beteiligt, den Dorfplatz zu erhalten. "Als ich 1994 hörte, dass der Dorfplatz verkauft werden soll, habe ich ganz Legden rebellisch gemacht." Die Schützen, aber auch viele andere Vereine, Nachbarschaften und Initiativen sorgten dafür, dass der Dorfplatz erhalten blieb und damit auch immer noch neben der Steinkuhle zum Schauplatz des Schützenfests wird.

Neuerungen eingeführt

Eingeführt, so sagt er, hat er auch die Gedenkreden und die Kranzniederlegungen am Ehrenmal. 20 Mal hat er die Rede gehalten, in diesem Jahr übernahm die Aufgabe der Jubiläumskönig Thomas Volmer, der vor 25 Jahren den Vogel abschoss.

Was kann Hermann Terhörst nicht alles erzählen: vom Röschenmachen an seinem Pferdestall über 35 Jahre, wo auch seine Frau Marlies, die die "Mutter der Kompagnie" genannt wird, im Einsatz ist. Warum einige Jahre lang das neue Königspaar nicht zur Huldigung auf den Rathausbalkon durfte. Oder wie das Schützenlied zu seiner Partitur kam… Und er wird sie weiter erzählen. Von seinem Amt als Präsident hat er sich verabschiedet, von der Schützengesellschaft nicht.

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Großer Bahnhof mit (v.l.) Bernd Heuser, Marlies und Hermann Terhörst sowie Thomas Fleige.

Die Königsadjutanten Hermann Terhörst (r.) und Rudi Droppelmann im Jahr 1959.

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