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Ganztag scheidet Geister

Legdener Fraktionen befürworten einhellig, was viele Rosendahler kritisieren

LEGDEN Betreuung ist ein Reizwort geworden in der Politik – nicht nur auf Bundesebene, wo der Streit über das Betreuungsgeld hohe Wellen schlägt, sondern auch vor Ort: Während sich die Legdener Kommunalpolitiker mehr schulische Betreuung für die Kinder wünschen und den Ganztagsunterricht folglich begrüßen, sehen ihre Kollegen aus Rosendahl das eher kritisch.

Legdener Fraktionen befürworten einhellig, was viele Rosendahler kritisieren

Kaum haben sich Eltern und Kinder an den Namen »Verbundschule« gewöhnt, der vor drei Jahren an die Stelle der alten Marien-Hauptschule getreten war, müssen sie sich bald neu orientieren: Sekundarschule wird bald auf dem Schild stehen.

Die Zustimmung zur einer Weiterentwicklung der 2009 gegründeten Verbundschule im Halbtagsbetrieb zu einer Sekundarschule für den ganzen Tag fiel den meisten Rosendahlern im Zweckverband schwer. Während die Vertreter der drei Legdener Fraktionen am Mittwochabend geschlossen für die Sekundarschule stimmten, enthielt sich auf Rosendahler Seite CDU und FDP und stimmte die Wählerinitiative „Wir“ sogar dagegen. „Wir vermuten, dass der verpflichtende Ganztag von den Eltern mehrheitlich nicht gewünscht wird,“, sagte Hartwig Mensing, „Wir“-Fraktionsvorsitzender.

Erst sollten die Eltern der Grundschüler befragt und dann nach deren Wunsch entschieden werden. „Alternativlos“ „Viele Eltern werden Bedenken haben, ihr Kind den ganze Tag in der Schule zu lassen“, stimmte Ralf Steindorf (CDU) zu. Auch wenn er „massive Bauchschmerzen habe“ , sah er allerdings ein, dass der Schritt zu Sekundarschule „alternativlos ist“. Die Bedenken sorgten bei den Legdener Politikern – egal, welcher Fraktion – nur für Kopfschütteln. „Wir haben jetzt ein motiviertes Kollegium und die Chance, ohne hohe Hürden die Sekundarschule zu gründen“, sagte Berthold Langehaneberg (CDU). Ob beides noch in einigen Jahren so gegeben sei, könne niemand garantieren: „Darum dürfen wir nicht zögern.“ Ulrich Moritz (SPD) wies darauf hin, „dass dem Ganztag die Zukunft gehört“ an den deutschen Schulen. Anstatt Befragungen zu organisieren, sollten Legden und Rosendahl daher die Werbetrommel rühren. Dass ausgerechnet der Ganztagsunterricht nicht von den Eltern akzeptiert werde, wie Rosendahler Kollegen befürchten, zog Martina Schrage (CDU)in Zweifel. „Wir schaffen U-3-Gruppen im Kindergarten, um dem Bedarf gerecht zu werden und die offenen Ganztagsgruppen an der Grundschule sind überfüllt“, sagte sie. Dass ausgerechnet beim Wechsel an die weiterführenden Schule der Bedarf nach qualifizierten Angeboten bis in den Nachmittag Nicht mehr bestehe, könne sie nicht glauben.

Leichterer Wechsel Gerd Heuser (UWG) warnte darauf, die Diskussion ausschließlich auf das Ganztagsangebot zu verengen: „Wenn die Eltern davon erfahren, wie leicht ihre Kinder künftig in höhere Bildungsgänge wechseln können, werden sie in jedem Fall die Sekundarschule begrüßen.“

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