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Legdener Feuerwehr feiert Jubiläum

Löschen, retten und musizieren seit 125 Jahren

Legden Wann genau Legden eine Freiwillige Feuerwehr bekam, ist nicht überliefert. Der März 1893 gilt als offizieller Gründungsmonat. Gefeiert wird das Jubiläum allerdings mehr als nur einen Monat lang.

Löschen, retten und musizieren seit 125 Jahren

Bürgermeister Friedhelm Kleweken erhielt als erster ein Exemplar der Festschrift aus den Händen von Feuerwehrchef Klaus Uppenkamp (r.), Andre Salewski (l.) und Tanja Rudde, die maßgeblich die Festschrift zusammengestellt hat. Foto: Ronny von Wangenheim

Ein Dreiklang aus Schutz, Musik, Familie – so wurde es vor 125 Jahren empfunden, als sich die Freiwillige Feuerwehr gründete. Schon lange gab es das Bedürfnis, das Dorf zu sichern vor Brandkatastrophen – wenige Jahre zuvor am Tag des Düstermühlenmarkts hatte ein verheerendes Feuer 30 Häuser vernichtet und 38 Familien obdachlos gemacht. Gleichzeitig bildete sich ganz selbstverständlich eine Blaskapelle. Und mit der Feuerwehr entwickelte sich auch das Dorfleben.

125 Jahre später hat der Löschzug Legden 66 Mitglieder im aktiven Dienst und sechs „Gastkameraden“. Der Musikzug zählt 89 aktive Mitglieder. Wie sich die Freiwillige Feuerwehr entwickelt hat, speziell in den vergangenen 25 Jahren, das zeigt die Festzeitschrift, die ein Team um Tanja Rudde zusammengestellt hat. Bürgermeister Friedhelm Kleweken war jetzt der erste, der ein Exemplar erhielt und es in den Händen drehte und wendete. Denn bei zwei Jubiläen braucht es zwei Titelseiten. So kann das 100-seitige Heft von zwei Seiten gelesen werden.

Konzert mit Sirenengeheul

Seit drei Jahren, so erzählt es Klaus Uppenkamp, Leiter der Feuerwehr, bereiten sich die Feuerwehrleute auf das Jubiläum vor. Bis September und dem Altstadtfest sind einige Veranstaltungen geplant. Der erste große Aufschlag ist das Jubiläumskonzert am Sonntag, 18. März. Unter der Leitung von Thomas Beckhaus werden rund 70 Musiker auf der Bühne stehen. Die Aufbau-Förderstufe mit rund 30 Mitgliedern wird sich zum ersten Mal mit ihrem neuen Leiter Sebastian Busch präsentieren.

Andre Salewski, Vorsitzender des Musikzugs, spricht von einem vielseitigen Programm mit einigen Überraschungen. Wie 80er-Kult-Hits klingen, haben die Musiker schon in einem witzigen Facebook-Video angedeutet. Daneben erklingen sinfonische Musik, Märsche und Polkas. Die Geschichte Legdens in den vergangenen 125 Jahren wird auch in Bildern lebendig, wenn der Musikzug „Kraftwerk“ spielt und dabei sogar eine Sirene einsetzen kann.

Löschen, retten und musizieren seit 125 Jahren

Beide Jubiläen hat die Legdener Feuerwehr für ihre Werbung zum Jubiläum aufgegriffen und Mitglieder aus Lösch- und Musikzug in Uniform und mit Ausrüstung und Instrument fotografiert.

Nächste Jubiläumsstation ist am 5. Mai, wenn nach einer Kranzniederlegung am Ehrenmal zuerst in St. Brigida die Floriansmesse stattfindet und sich alle danach zum Großen Zapfenstreich im Dahliengarten treffen. Den ganzen Abend über sind Musikzug und Feuerwehr-Chor immer wieder im Einsatz. Dafür dürfen auch sie feiern, wenn am 9. Juni die große Jubiläumsparty gefeiert wird. Am 10. Juni folgt ein Sternmarsch mit Feuerwehren, Musikvereinen und Schützenvereinen aus dem Kreis.

Bis dahin ist Zeit genug, in der Festzeitschrift zu blättern. Da stellt Löschzugführer Stefan Hüntemann „seinen“ Löschzug und dessen Aufgaben vor. Feueralarme, das macht eine Grafik deutlich, sind längst nicht mehr die wichtigste Aufgabe. Heute geht es oft um technische Hilfen. „Die Aufgaben sind mehr, die Herausforderungen größer geworden“, sagt Klaus Uppenkamp. In den vergangenen 25 Jahren wurde der Löschzug zu 1200 Einsätzen alarmiert.

Schneechaos bleibt in Erinnerung

Thomas Schaaf erinnert an das Schneechaos von 2005, Hermann Uppenkamp und Christoph Blanke erzählen vom Hochwasser. Viele Fotos erinnern an andere Einsätze wie bei dem großen Brand bei Rossmöller Möbel. Auch die Jugendfeuerwehr wird gewürdigt. Sie feiert ihr 25-jähriges Bestehen. „Sie war damals eine der ersten im Kreis“, sagt Klaus Uppenkamp. Stolz ist er auch auf seinen Musikzug. Das Heft einmal umgedreht, und schon blättert sich auch hier Geschichte auf. „Wir können mehr als Dicke-Backen-Musik“ ist die passende Überschrift für die vielfältigen Einsätze. Froh ist Andre Salewski über den Nachwuchs. Die Aufbau-Förderstufe wird sich bei dem Konzert vorstellen. Und um die Zukunft muss sich Salewski keine Sorgen machen. Demnächst steigen 32 Kinder in die Instrumentenausbildung ein.

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