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Beim Jubiläumskonzert in Legden erklingt Sirene

Musikzug startet ins Festjahr

Legden Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Legden startete glanzvoll ins Jubiläumsjahr. 800 Gäste wollten dabei sein. Für einen gab es ein Glas Whiskey.

Musikzug startet ins Festjahr

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr feierte das 125-jährige Bestehen bei seinem Jubiläumskonzert im Dorf Münsterland. Foto: MEISEL-KEMPER

Eigentlich ist es ein Dreifachjubiläum, das die Freiwillige Feuerwehr Legden in diesem Jahr feiern kann. Vor 125 Jahren wurden der Löschzug und der Musikzug der freiwilligen Feuerwehrkameraden gegründet. Seit 25 Jahren gibt es auch die Jugendfeuerwehr. Mit dem Frühjahrskonzert des Musikzuges im Audimaxx des Dorfes Münsterland starteten die Musiker vor knapp 800 begeisterten Gästen am Sonntag glanzvoll in das Jubiläumsjahr.

Humorvoll moderierte An-dré Tenspolde erst den Auftritt der Aufbauförderstufe mit rund 30 Musikern und Musikerinnen unter der Leitung von Sebastian Busch, danach die Musikbeiträge des Musikzuges mit 60 weiteren Musikern.


Zackiger Einmarsch

„Also sprach Zarathustra“ als sinfonische Dichtung von Richard Strauß, Erfolgsmelodien von Andrew Lloyd Webber und der Dauerhit „Happy“ von Pharell Williams boten ein klangvolles Erlebnis der erfolgreichen Aufbauarbeit, die seit einem Jahr vom Gescheraner Sebastian Busch geleistet wird.

Zackig militärisch marschierte dann der Musikzug ein, folgte dem Befehl des Dirigenten Thomas Beckhaus „rechts um“ und spielte vor der Bühne einen Marsch als erstes Stück. Auf der Bühne ging es dann mit vielen Bonbons aus der Musikgeschichte weiter.

Einer der Höhepunkte war das fulminante Stück „Kraftwerk“ von Jacob de Haan (Jg. 1959). André Tenspolde warnte vor der Feuerwehrsirene, die mittendrin ertönen würde: „Liebe Kameraden, ihr könnt sitzen bleiben. Es ist kein Alarm, sondern gehört zum Stück. Krieg, Zerstörung, Verzweiflung und Trauer, aber auch Frieden, Hoffnung, Wiederaufbau, Zuversicht und Sorglosigkeit sind die Bilder und Gefühle, die Jacob de Haan in seiner Komposition heraufbeschwört.“ Das gewaltige Werk wurde nicht nur mit fantastischer Virtuosität vom Musikzug umgesetzt, sondern auch mit Bildern aus Legden von 1840 bis heute und Fotos der Kriegszerstörungen in Ahaus und Stadtlohn hinterlegt.

Auf die Grüne Insel

Das mobilisierte die Stimmen im Publikum. „Da war alles kaputt… So schön war es vorher“, war von den Älteren zu hören. Die jüngeren Zuschauer lebten auf beim Foto vom Freibad in Legden, das ebenfalls längst Geschichte ist. Die Feuerwehrsirene erklang passend zur Darstellung des Kriegsendes, das in Legden auf den 30. März 1945 datiert ist. Stimmungsvollen Gesang fügte der Kirchenchor Legden aus dem Publikum heraus in einigen Passagen hinzu.

Lustig und fröhlich ging es dafür im Konzert weiter mit einem kleinen Schlückchen des Whiskeys „Lord Tullamore“, zu dem Tenspolde den Dirigenten Beckstein und Bürgermeister Friedhelm Kleweken einlud. Der Musiktitel, der denselben Namen des Whiskeys trug, entführte die Zuhörer auf die Grüne Insel.

1000-Euro-Spende

Gegen Ende belohnten Bea Sorko und Christoph Bies im Namen des Dorfes Münsterland die erfolgreiche Arbeit des Musikzuges mit einem Scheck in Höhe von 1000 Euro. Auch das wurde mit begeistertem Applaus gefeiert.

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