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Der Heimatverein und die Kunst

Neues Wahrzeichen für Asbeck

Asbeck Acht Meter hoch wird die Skulptur, die der Heimatverein Asbeck am Dorfteich aufstellen will. Ohne Unterstützung gelingt das aber nicht.

Neues Wahrzeichen für Asbeck

Freude bei Vorstand, Künstler und Vertretern der Volksbank: (v.l.) Thierno Diallo, Elmar Lieftucht, Bernhard Laukötter, Anneliese Eynck, Frank Overkamp, Ludwig Maria Vongries, Helmut Schiermann, Jens Sprey, Rebecca Brüggemann, Burkhard Ottmann, Monika Kerkhoff und Matze Nettels. Foto: Privat

Zwei lange bearbeitete Holzstämme, gehalten von Stahl – es wird ein ungewöhnliches Kunstwerk für das Stiftsdorf. Und ein hervorragender Startpunkt für Skulp|Tour|A. Seit geraumer Zeit arbeitet der Heimatverein Legden an der Skulpturenroute in und um Asbeck. Fast genauso lange liebäugelt der Verein mit der Arbeit „long double nudes“ des Künstlers Ludwig Maria Vongries.

Viele Ideen wurden bereits entwickelt, um die Finanzierung zu sichern. Jetzt brachten Frank Overkamp, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Gronau Ahaus, und Jens Sprey, Filialleiter für Legden und Asbeck, dem Heimatverein Asbeck die gute Nachricht: Aus den Spendenmitteln des Gewinnsparens werden dem Heimatverein finanzielle Mittel zur Anschaffung einer Skulptur zur Verfügung gestellt. Immerhin 8000 Euro.

Neue Ortsansichten



„Mit dieser Unterstützung kann es nun endlich losgehen“, sagt Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Asbecker Heimatvereins. „Ich freue mich riesig darüber.“ Er ist begeistert von den Arbeiten des Künstlers, dessen große Skulpturen seit September dem Ortskern ganz neue Ansichten verschaffen. Viel positive Resonanz hat er dafür bekommen. „Da traut sich ein Heimatverein was“, solche Kommentare freuen ihn.

Startschuss also für die Route und Startschuss für die Erstellung der Skulptur. Diese raumgreifende Arbeit aus Eichenholz und Stahl gibt es bisher lediglich als Modell. Das gilt für viele Arbeiten von Ludwig Maria Vongries, der große und schwere Formate bevorzugt. Alle seine Werke gleich in Originalgröße herzustellen, würde den Künstler nicht nur aus finanziellen Gründen überfordern.

Das Werk, das dauerhaft in Asbeck bleiben wird, hat die Gesamthöhe von acht Metern. „Das kann sich zunächst befremdlich anhören“, gibt Bernhard Laukötter zu, „aber für den Standort am Dorfteich ist sie wie bestellt. Damit werden weitere Kontraste im Stiftsdorf deutlich sichtbar“. Wer auf den neuen Stufen steht, wird auf die Skulptur auf der anderen Teichseite sehen. Noch vor Ostern soll das Kunstwerk aufgestellt werden.

Materialien verbinden sich

Auf der neu gestalteten Fläche soll ein weiteres Werk stehen, das bisher Teil der Ausstellung „Am Rande der Welt“ im Dormitorium war. Diese Skulptur bleibt wie die anderen Werke von Vongries bis Ende September 2018 in Asbeck. „Sie muss noch für den Außenbereich ertüchtigt werden“, sagt Bernhard Laukötter.

Es sind die Kontraste, die Laukötter besonders an den Werken von Ludwig Maria Vongries begeistern. Das gilt zum einen für die Werke selbst, in denen sich mit Eichenholz und Stahl Materialien verbinden, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Die Leichtigkeit des Holzes und die Schwere des Stahls gehen eine aktive Beziehung ein, die sich über die Jahre durch Umwelteinflüsse verändern wird. Zum anderen sind da die Kontraste zwischen dieser modernen Kunst und den historischen Bauten.

Groß ist die Freude beim Heimatverein über die Spende für Kunst. „Das ist nicht selbstverständlich“, so Laukötter. Jens Sprey sagt zur Entscheidung der Volksbank: „Wir freuen uns, das kulturelle Engagement in Asbeck aus den Spendenmitteln des Gewinnsparens zu unterstützen. Gerade Aufgaben, die erst auf den zweiten Blick einen greifbaren Nutzen haben, kommen oft viel zu kurz.“

Die Skulpturenroute wird rund drei Kilometer durch und um Asbeck führen.

Start ist am Dorfteich. Am Wege stehen Skulpturen, aber auch Naturdenkmäler wie die Dicke Linde, Bildstöke und etliche Kreuzwegstationen.

Die „Skulp|Tour|A“ wurde gemeinsam mit der Umgestaltung des Asbecker Dorfteichs als ein Leader-Projekt auf den Weg gebracht.

10.000 Euro wurden dafür veranschlagt, 6500 Euro beträgt der Zuschuss. Dafür werden Beschilderung, Flyer oder Fundamente finanziert. Für die Skulpturen zahlt der Heimatverein.

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