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Schlecht zu erreichen

Postkästen liegen in Legden allesamt am Ortsrand

LEGDEN „Das ist doch unlogisch: Legden hat drei Briefkästen – und alle nur am Ortsrand.“ Marianne Kaminiski kann das nicht verstehen. Sie würde ihre Briefe gerne abwerfen, wenn sie zum Einkauf zu anderen Besorgungen ins Dorf geht.

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Die Pludra-Tankstelle an der Holtwicker Straße in Legden.

Einer der drei Briefkästen in Randlage – im Legdener Dorfzentrum suchen Briefeschreiber vergebens einen Briefkasten.

Marianne Kaminiski ist 84 Jahre alt. Sie hat kein Auto. Und sie hat keinen Computer. „Ich schreibe immer Briefe, wenn Freunde oder Verwandte Geburtstag haben. Und dann müssen ja hin und wieder auch geschäftliche Dinge per Brief erledigt werden.“ Bis vor einem Jahr konnte die Seniorin ihren Brief auf dem Weg ins Dorf an der Postfiliale am Fliegenmarkt (Edeka) einwerfen.

Doch im September 2014 zog die Postfiliale zur Pludra-Tankstelle an der Holtwicker Straße (Bundesstraße 474). Für Fußgänger ist der neue Standort in Randlage nur schwer erreichbar. Der einmütige Protest des Gemeinderates gegen diese Entscheidung lief ins Leere. Am neuen Filialstandort ist wohl nicht mehr zu rütteln.

Maximum zwei Kilometer

Aber kann die Post nicht wenigstens einen zusätzlichen Briefkasten in der Dorfmitte installieren? Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post, kann den Legdener Briefeschreibern keine großen Hoffnungen machen. „Einen zusätzlichen Briefkasten wird es in Legden wohl nicht geben.“ Und er nennt auch einen Grund: „Es werden immer weniger Briefe geschrieben. Das Briefaufkommen sinkt jährlich um etwa zwei Prozent. Unter diesen Bedingungen kann die Post ihr Briefkastennetz nicht erweitern.“

Gesetzlich geregelt sei, dass in geschlossenen Ortslagen für jeden Haushalt im Umkreis von zwei Kilometern ein Briefkasten zu erreichen sein muss. „Das ist in Legden gewährleistet“, erklärt Ernzen. Aber können die drei Briefkästen nicht so verteilt werden, dass zumindest einer von ihnen in der Dorfmitte steht? „Wir verlegen Briefkastenstandorte nicht ohne zwingende Gründe“, so Ernzer. Die Erfahrung lehre, dass es immer „Riesenproteste“ gebe, wenn ein Standort aufgegeben werde. Darum versuche die Post, das zu vermeiden.

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