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Promis unter der Schere

Legden "Nein, Gerhard Schröder hat wirklich keine gefärbten Haare!" Die große Blondine, die sich da so sicher ist, muss es wissen. Sie hatte den Altkanzler schließlich schon einmal unter ihren Fingern - als Maskenbildnerin, Stylistin und Friseurmeisterin.

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Simone Klinge-Otto und Thomas Otto arbeiten seit fast zwei Jahrzehnten mit Promis zusammen. Lüttich-Gür

** ARCHIV ** Eine Kombo zeigt Archivbilder von Caroline Beil, links, vom 22. August 2000, aufgennommen in Essen, und von Susan Stahnke, rechts, aufgennommen am15. April 1999 in Hamburg. Susan Stahnke ist sauer auf Caroline Beil: Nach abfaelligen Bemerkungen im RTL Dschungelcamp fordert die 36-jaehrige ehemalige Tagesschau-Sprecherin Stahnke nach einem Bericht der 'Bild' Zeitung vom Dienstag, 24. Februar 2004, eine Unterlassungserklaerung und 5.000 Euro Schmerzensgeld von Caroline Beil. Diese hatte sie in der Dschungelshow als "fuckin face" bezeichnet. (AP Photo/ARCHIV, Frank Augstein/Christof Stache) **zu APD2545**

Simone Klinge-Otto und Thomas Otto arbeiten seit fast zwei Jahrzehnten mit Promis zusammen. Lüttich-Gür

Und er ist nicht der einzige. Make Up für Johannes Heesters, eine flotte Frisur für Lotti Krekel, Haarverlängerung für Sarah Connor: Die Referenzliste von Simone Klinge-Otto, die sich vor einem Jahr in Legden niedergelassen hat, liest sich wie ein Who is Who der Show-, Schlager-, Schauspiel- und Popszene: von Roger Whittaker und Michael Holm bis zu Scooter, Peter Schilling und Vinylshakerz - und das sind nur einige.

Wie das kommt? "Mein Mann und ich waren fast in der ganzen Welt unterwegs", erzählt sie. Sie als Könnerin ihres Fachs - "ich war bei vielen Produktionen und Tourneen dabei, habe vor allem auch für Produktionen des NDR und WDR gearbeitet. Im Fernsehen geht nämlich niemand ungeschminkt vor die Kamera" - und er, selbst gelernter Stylist, als DJ und Musikproduzent. Interessante und abwechslungsreiche knapp 20 Jahre seien das gewesen, "aber jetzt wollten wir endlich etwas zur Ruhe kommen."

Hauptsächlich stylt sie jetzt inzwischen "Frauen wie Du und ich". Einige prominente Kunden, zu denen sie regelmäßig hinfährt, hat sie aber dennoch nach wie vor. Wo sind die Unterschiede? "Eigentlich gar keine, lacht die 43-Jährige. "Viele Promis würde man im Alltag gar nicht wieder erkennen." Und ihre Probleme, die sie ihr anvertrauten, seien auch die gleichen, mit denen auch Otto Normal außerhalb des Blitzlichgewitters zu kämpfen habe: "Sorgen in der Erziehung der Kinder, Eheprobleme, Liebeskummer, Alkoholprobleme."

Simone Klinge-Otto ist zurück haltend, wenn man sie bittet, doch etwas aus dem Nähkästchen zu erzählen. Privates sei ohnehin tabu. Aber warum nicht über schöne Begegnungen oder auch ärgerliche Bekanntschaften reden?

Jörg Knoer (kleines Foto links) zum Beispiel: Während sie ihm vor einem Auftritt die Haare in Schwung brachte, habe plötzlich der Papst aus dem Frisierstuhl zu ihr gesprochen: "30 Grad, Rom, und die Frisur sitzt." Klinge-Otto lacht hell: "Da habe ich echt geguckt, aber Knoer ist eben ein genialer Stimmenimitator."

Und die Prinzen sind "super nett". Nachdem die gebürtige Emsdettenerin sie fertig für den Auftritt gemacht hatte, wollten sie sie unbedingt anschließend mit zur Party nehmen. Und wie war's? Simone Otto-Klinge wehrt ab. "Ich habe abgelehnt."

Weniger nett hat sie Susan Stahnke erlebt. "Sie sagte zu mir, ich möchte doch ein anderes Parfum benutzen. Darauf hin sagte ich ihr, sie möge sich eine andere Maskenbildnerin suchen."

Und welche Haarprobleme haben Promis? "DJ Bobo hat sehr, sehr feines Haar. Vor allem,, als er es noch lang trug, war das ein Problem." Zumal es während eines Video-Drehs, zu dem sie ihn begleitet hat, andauernd regnete. "Die Stimmung ließen er und seine 30 Tänzerinnen aber nicht verregnen." Bei anderen gelte es das Haarvolumen zu vergrößern oder die Haare zu verlängern.

Oder zu färben? Simone Otto-Klinge lacht. Ja, das auch - aber nicht bei Schröder. sy- www.punkt-styling.de

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