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Schnelle Hilfe beim Feiern

Legden "Alle Kleidungsstücke vom Brustkorb des Patienten entfernen und, falls nötig, aufschneiden", ertönt eine gebieterische Stimme aus dem Gerät. Ein Befehl - aber Rettungshelfer Peter Konschak und Werbungs-Leiterin Beatrix Sorko vom Dorf Münsterland freuen sich darüber.

Schnelle Hilfe beim Feiern

<p>Werbeleiterin Beatrix Sorco und Rettungsleiter Peter Konschak freuen sich über den neuen Defibrillator. Albersmann</p>

Sie haben einen neuen Defibrillator bekommen, der nun bei Rettungseinsätzen zum Einsatz kommt um Leben zu retten. Peter Konschak, der Leiter der Dorf eigenen Rettungshelfer, weiß den Wert des neuen Gerätes zu schätzen. "Es kann vorkommen, dass sich bei den Veranstaltungen am Wochenende bis zu 6000 Gäste auf dem Gelände befinden und wir bis zu 15 Hilfseinsätze haben", spricht er aus Erfahrung. Die meisten Gesundheitsprobleme seien Kreislaufkollaps oder Schnittwunden durch Glasbruch oder das unerlaubte Überklettern von Zäunen. "Dabei hat schon jemand einen Finger verloren", zählt er als warnendes Beispiel. Es komme aber auch in einzelnen Fällen zum Herzversagen oder einen Schlaganfall.

Flimmern unterbinden

Und hier weiß der Lebensretter die Hilfe des Defibrillators zu schätzen. "Wir prüfen zuerst den Patienten auf Bewusstlosigkeit und Atemstillstand. Wird dieses festgestellt, kommt der Defibrillator zum Einsatz." Und das Gerät sagt dann, was als nächstes getan werden muss. Es prüft, ob noch ein Herzflimmern vorliegt. Entgegen der landläufigen Meinung wird der Patient durch die Stromstöße nicht ins Leben zurückgerufen, sondern durch den Stromschlag wird das Herzflimmern unterbunden. Erst nun kann der Rettungshelfer mit der "normalen" Reanimation weiter fortfahren. Die Herzdruckmassage und die Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung sollen dann das Herz wieder zum Schlagen bringen. Und zusammen mit einem Sauerstoff-Gerät und einer Sekret-Absaugpumpe kann weitere Hilfe geleistet werden.

Ersthelfer-Kurs

Da die Rettungshelfer nur an den Wochenenden bei den Groß-Veranstaltungen ihren Dienst im "Dorf Münsterland" verrichten, haben auch die anderen Angestellten einen Ersthelfer-Kurs belegt und sind mit der Handhabung des Defibrillators vertraut. "Zuerst hatte ich etwas Angst davor, Fehler zu machen", bekennt selbst Beatrix Sorco.

Und sie und auch ihre Kolleginnen und Kollegen wissen: Eine Behandlung innerhalb der ersten Minute rettet in der Regel neun von zehn Menschen das Leben. alb

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