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Neuer Startpunkt

Seit 30 Jahren der Kutscher für St. Nikolaus

Legden Stute Alisa steht seelenruhig vor der Kutsche. Auf dem Bock sitzt wie seit 30 Jahren Konrad Osterkamp, den sie alle nur Konny nennen. Seit 30 Jahren begleitet er den Nikolaus durch Legden. Diesmal geht er neue Wege.

Seit 30 Jahren der Kutscher für St. Nikolaus

Konny Osterkamp und Alisa kutschieren Könige und Nikoläuse. Foto: Ronny von Wangenheim

Seit 45 Jahren startet der Nikolausumzug in Legden vom Hof Lenfert. Das ist dieses Jahr anders. Start ist erstmals am Altenwohnhaus St. Josef. Für Konny Osterkamp ist es trotzdem Routine. Er und seine Kutsche sind oft gefragt. „Seit 48 Jahren bin ich der Königskutschenfahrer der Haulingorter Schützen“, erzählt der 74-Jährige. Mit Pferden ist der Legdener schon aufgewachsen, Kutschfahren ist sein Hobby. Zufällig ist er irgendwann auf den Münsterländer Jagdwagen gestoßen, der fast 100 Jahre alt ist.

Zum Kutscher des Nikolaus wurde Konny Osterkamp, als ein neuer Nikolaus die Aufgabe übernahm, der nicht reiten wollte. Seitdem blieb es bei der Kutsche. Jahrelang zog „Fürstin“ die Kutsche, bis die fast 35-jährige Stute im vergangenen Jahr „in Rente“ ging. Seitdem hat ihre Tochter Alisa übernommen. Wie ihre Mutter lässt sie sich nicht von Blaulicht, Fackeln oder lauten Kindern aus der Ruhe bringen. „Das kann nicht jedes Pferd“, sagt Konny Osterkamp.

Pannenfrei

Bereits als Dreijährige hat Sohn Bernd Osterkamp sie als Offizierspferd zum Schützenfest mitgenommen. Inzwischen ist Alisa auch schon 23 Jahre alt. Allein in diesem Jahr war sie auf fünf Schützenfesten und mehrfach als Martinspferd im Einsatz. Unter anderem mit Bernd Osterkamp, der kürzlich seinen 25. Einsatz als St. Martin hatte. Himmlische Einsätze müssen der Familie im Blut liegen.

Pannenfrei, so berichtet Konny Osterkamp, waren alle Nikolauseinsätze. Bei Glatteis zeigt sich Fürstin als einzige rutschfest. Nur einmal blieb das Pferd im Stall. Weil zu viel Schnee lag, spannte Konny Osterkamp kurzerhand ein Auto vor die Kutsche.

Am Dienstag, 5. Dezember, treffen sich alle Kinder um 17 Uhr am Haupteingang des Altenwohnheims Sankt Josef, Trippelvoetsweg 4. Dort wird der Nikolaus mit Unterstützung des Kinderchors und des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr begrüßt.

Empfang in der Kirche


Gegen 17.15 Uhr geht es mit der Kutsche unter Begleitung von Fackelträgern der Feuerwehr zur Kirche Sankt Brigida. Dort wird der Nikolaus nach einem gebührenden Empfang zu den Kindern sprechen und einen großen Stutenkerl verteilen. Gerd Heuser, Vorsitzender des Heimatvereins Legden, der den Nikolausumzug veranstaltetet, erklärt: „In der Kirche sind wir wetterunabhängig. Außerdem können die Kinder den Nikolaus besser verstehen als draußen.“

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