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Sinfonietta Köln spielte

Welt großer Gefühle in der Stiftskirche

ASBECK Mit einem Musikerlebnis ganz besonderer Art wurden die vielen Musikliebhaber am Sonntag in der Stiftskirche St. Margareta in Asbeck verwöhnt. Auch in diesem Jahr bereicherte ein Konzerterlebnis in der besonderen Atmosphäre des Gotteshauses die renommierte Reihe „Sommer – Schlösser – Virtuosen – Klassik im Westmünsterland“ um eine inspirierende Facette.

Welt großer Gefühle in der Stiftskirche

Cornelius Frowein dirigiert die »Sinfonietta Köln« in der Asbecker Stiftskirche.

Die „Sinfonietta Köln“ hatte sich zuvor schon beim Konzert im Rittersaal der Wasserburg Anholt als profiliertes Ensemble gezeigt. Es spielte auch dort wiederum unter dem überaus versierten Dirigat von Cornelius Frowein auf höchstem künstlerischen Niveau. Mit der „Ouvertüre“ zur Oper „Adiodante HWV 33“ von Georg Friedrich Händel begann für die begeisterten Zuhörer ein Ausflug in die Welt der Opera seria. Dramatik und Leidenschaft verbanden sich mit meisterhafter Instrumentalkunst, so erklang dieses facettenreiche Werk in all seiner Schönheit. Mit einem sehr differenzierten Orchesterklang gestaltete Cornelius Frowein seine Interpretation, bei der sich die bis ins kleinste Detail stimmige Vorarbeit zeigte. Transparenz und Melodienreichtum der „Ouvertüre“ konnten so jeden begeistern. Als Gesangssolistin für dieses Konzert konnte die polnische Konzertsängerin Barbara Majewska gewonnen werden. Mit der überaus anspruchsvollen Arie „Scherza infida“ aus der Oper von Händel schuf sie eine innige Verbindung zur Ouvertüre.

Danach ging es dann in bekanntere Musikwelten: Aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart stammt die Oper „La Finta Giaridiera KV 196“. Deren Ouvertüre eröffnete mit feinster Musizierkunst die Welt der großen Gefühle. Die Meisterschaft Mozarts zeigte sich bereits in dieser frühen Opera buffa, es erklangen die wunderbaren Melodien der Ouvertüre mit Lebendigkeit und Esprit. Aus dieser Oper wählte Barbara Majewska die berühmte Arie des Ramiro „Va pure ad altri in braccio“ und aus der Oper „La Clemenza di Tito“ die Arie des Sest „Parto, ma tu ben mio“. Mit ihrer warm timbrierten Stimme konnte sie die Welt jenseits des reinen Notentextes erklingen lassen. Sie bewegte die Herzen der Zuhörer durch ihre natürliche Gestaltungsweise. Intonationssicher konnte sie sich auf die Ausgestaltung der wunderbaren Melodien konzentrieren, es gestaltete sich der Dialog mit dem Solo-Klarinettisten Benjamin Reissenberger bei der letzten Arie auf ganz exquisite Art und Weise.

Rein instrumental schloss das Konzerterlebnis mit der Sinfonie Nr. 44 e-Moll Hob. I:44 „Trauersinfonie“ von Joseph Haydn. Cornelius Frowein und die „Sinfonietta Köln“ spielten diese großartige Musik auf mitreißende Art. Lebendigkeit versprühten sie beim „Allegro con brio“ Grazie beim Menuett, lyrisches Empfinden beim Adagio und dramatische Größe beim Finale presto.

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