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Futterpflanzen für Wildbienen fehlen

„Wer Ställe baut, muss auch für Futter sorgen“

Legden Mit Wildbienen-Nistkästen wollen Landwirte und andere Akteure in beiden Ortsteilen die Artenvielfalt stärken. Heinz Nottebaum geht das nicht weit genug.

„Wer Ställe baut, muss auch für Futter sorgen“

Diese Bienennistwand wurde im Wehr vom Landwirtschaftlichen Ortsverband Legden und dem Hegering Schöppingen-Legden aufgestellt. Auch an anderen Orten haben verschiedene Akteure ähnliche Bienenhotels gebaut. Foto: Ronny von Wangenheim

Das Thema Wildbienen bleibt in beiden Ortsteilen lebendig. Heinz Nottebaum, Sprecher des Naturschutzbundes (Nabu) in Legden, verfolgt das mit Interesse und hat sich Gedanken gemacht. Er sagt: „Wer Ställe baut, muss auch für Futter sorgen.“

Anstoß, so erinnert er, war 2016 ein Wildbienenlehrpfad in Asbeck. „Erfreulich, dass dies für so viel Resonanz im Kreis Borken gesorgt hat“, sagt der Legdener. Er findet es gut, dass sich jetzt auch der Heimatverein Asbeck für Wildbienen stark macht und die Bevölkerung einbeziehen will.

Am Samstag, 21. April, wird Wildbienenexperte Hermann Hunfeld im Dormitorium einen Vortrag halten. Anschließend können alle Besucher Samenpäckchen mitnehmen (Münsterland Zeitung berichtete). „Das ist gut“, so Heinz Nottebaum, schränkt aber ein: „Es reicht meiner Meinung aber nicht aus, um die vielen Wildbienen-Hotels und Nistmöglichkeiten zu versorgen, die gebaut wurden.“ Pflanzen, die den Wildbienen und anderen Insekten Futter bieten, steht für ihn oben auf der Prioritätenliste.

„Nicht mehr viel passiert“

Der Nabu-Vertreter erinnert: „Der Antrag für den Wildbienen-Lehrpfad Asbeck wurde aufgrund vieler Probleme vom Nabu-Kreisverband Borken zurückgezogen. Der Landwirtschaftliche Ortsverband hat daraufhin viele schöne Stände gebaut, teilweise auch mit einem fachgerechten Innenleben. Leider ist danach nicht mehr viel passiert.“

Heinz Nottebaum weiter: „Wenn im Kreis Borken mehr als 140 Biogasanlagen gebaut wurden und beispielsweise eine 499-KW-Anlage 250 Hektar Monokultur erfordert, dann müsste es auch möglich sein, für die Erhaltung oder teilweise Rückholung der Artenvielfalt ein paar hundert Quadratmeter Land zu opfern.“ Dabei sind für ihn die Landwirtschaftlichen Ortsverbände, Landwirte und Jäger, aber auch Gemeinden, kirchliche Organisatoren, Landwirtschaftskammer, Umweltschutzverbände und private Grundbesitzer gleichermaßen gefragt.

Heinz Nottebaum hat selbst eine Wildbienen-Nistwand an einem Wirtschaftsweg aufgebaut und freut sich über die Beachtung. Auch registriert er, dass es in Legden und Asbeck in den vergangenen Jahren immer mehr blüht. Er bedauert allerdings, dass es in Legden lediglich vier Nabu-Mitglieder gebe. Zu wenig, um die Arbeit der ehrenamtlichen Mitglieder gut verständlich zu machen. Er selbst will seine Funktion als Ansprechpartner des Nabu für Legden bald aufgeben: „Der Nabu Borken sucht einen Nachfolger für Legden, der mit Augenmaß und Feeling auf die Natur achtet.“

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