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Zukunft geschmiedet

Legden Jeder ist seines Glückes Schmied - erst Recht ein Schmiedemeister wie Franz Feldbrügge aus Roxel: Der 73-Jährige hat Familientradition fortgeführt und dabei ganz neue Wege beschritten, er war stets Heimat verbunden und hat doch vor einem Jahr in Legden ein neues Zuhause gefunden.

Zukunft geschmiedet

<p>Thomas Banasiewicz (.) von der Handwerkskammer überreicht Franz Feldbrügge den Goldenen Meisterbrief. Bütterhoff</p>

Ins Dahliendorf zum ehemaligen Stammhaus Steinkuhle musste der Vertreter der Handwerkskammer Münster jetzt reisen, um dem Handwerksmeister aus dem Münsteraner Stadtteil seinen Goldenen Meisterbrief zu überreichen. Dass sich in Feldbrügges Berufslaufbahn damit ein Kreis schloss, konnte er nicht ahnen: Zwar nicht in Legden, aber im Nachbardorf Asbeck hatte Feldbrügge von 1950 bis 1953 seine Ausbildung gemacht - bei der Firma Kemper. "Dass ich 55 Jahre später nur ein paar Kilometer weiter wohnen würde, hätte ich nicht gedacht", lacht der Jubilar.

Denn schon früh stand für ihn fest, dass er die väterliche Schmiede in Münster-Roxel eintreten würde. Das Unternehmen, das heute sein Sohn, Dipl. Ing. Matthias Kemper, in siebter Generation weiter führt, hat aber kaum noch etwas mit dem Betrieb zu tun, den Feldbrügge Senior 1963 verantwortlich übernahm. "Dass es nicht so weiter gehen konnte wie noch vorm Krieg, war klar", verweist Feldbrügge auf die zunehmende Technisierung der Landwirtschaft. Wer überleben wollte, brauchte ein weiteres Standbein. Die 1785 erstmals urkundlich erwähnte Roxeler Traditionsschmiede suchte sich gleich mehrere: Sie verkaufte und reparierte Gartengeräte, Herde und Öfen, Fahrräder und Motorräder, Nähmaschinen, Schlepper und landwirtschaftliches Gerät, beschlug zwar weiter Pferde, aber eben auch für den Reitsport. Franz Feldbrügge, der von 1954 bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden aus dem Beruf 1997 im Prüfungsausschuss der Schmiedeinnung war, spezialisierte sich weiter - auf Aluminiumbau, Schweißarbeiten, VA-Stahl-Verarbeitung.

Vergangenheit grüßt

Auch wenn er stets dafür gesorgt hat, dass sein Beruf Zukunft behält, hat ihn doch immer wieder die Vergangenheit eingeholt - etwa 1985. "Da habe ich das Kreuz der Roxeler Kirche St. Pantaleon restauriert", blickt er zurück. Als das verwitterte Stück vor ihm auf seiner Werkbank liegt, reibt er sich die Augen. Denn das Kreuz trägt die Gravur "F. Feldbrügge" - sein Name und der eines Vorfahrens aus der einstigen Roxeler Dorfschmiede. sy-

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