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Fußball: Lüner SV gegen SG Finnentrop/Bamenohl

Lüner SV ohne Abschlusstraining

Lünen Tabellarisch gehen die Westfalenligisten SG Finnentrop/Bamenohl und der Lüner SV in dieser Saison getrennte Wege. Die einen stehen unten, die anderen oben. Eine Gemeinsamkeit haben beide Teams aber trotzdem.

 Lüner SV ohne Abschlusstraining

Lünens Innenverteidiger Jeffrey Malcherek (r.) wünscht sich bei Platzsperren mehr Mitspracherecht für die Vereine. Foto: Foto: Goldstein

Nein, zu beneiden sind die beiden Fußball-Westfalenliga-Trainer Mario Plechaty vom Lüner SV und Ralf Behle von der SG Finnentrop/Bamenohl aktuell gewiss nicht. Die beiden Linienchefs blicken auf eine zerstückelte Vorbereitung zurück, die von Platzsperren und Spielabsagen geprägt war. Der Schuldige ist natürlich schnell gefunden: das Wetter.

Dabei trotzte der kommende Gegner der Lüner, Finnentrop/Bamenohl, noch widrigeren Wettebedingungen als die Lüner selbst. Der Finnentroper Sportplatz liegt nämlich mitten im Sauerland. „Wir sind die Vorbereitung über überhaupt nicht in den Rhythmus gekommen. So konnten wir keine taktischen Elemente und Laufwege einstudieren“, sagt Ralf Behle.

Für den LSV gilt Ähnliches. Die Lüner haderten zuletzt immer wieder mit den Platzsperren seitens der Stadt. „Es ist sehr schwer gewesen, den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten. Immerhin durften wir zwei Mal auf dem Nebenplatz beim VfB Waltrop trainieren. Eine Geste, die Mannschaft und Verein zu schätzen wissen“, sagt LSV-Innenverteidiger Jeffrey Malcherek, der außerdem meint: „Die Vereine sollten selber in der Lage sein, darüber zu entscheiden, ob der Platz gesperrt werden soll oder nicht.“

Zwei Spiele, zwei Pleiten


Meisterschaftsspiele standen – trotz der Horror-Vorbereitung – für beide Teams trotzdem schon an. Die SG trat bislang zweimal an, verlor in Erkenschwick (0:1) und in Wickede (2:3). Der Lüner SV siegte dagegen mit 3:1 gegen den TuS Sinsen. Die beiden Spiele (Meisterschaft gegen den SC Neheim und Pokal gegen Westfalia Huckarde) sind abgesagt worden.

Den Finnentropern erschwerten neben der schlechten Vorbereitung auch viele Ausfälle das Spiel. Am Sonntag gegen den Lüner SV werden insgesamt wohl neun Spieler, davon sieben Stammkräfte, ausfallen. Dazu gehören unter anderem die beiden Schrage-Brüder, Tim und Mike, Lasse Strotmann, Philipp Hennes und Kevin Kloske. „Wir werden die Ausfälle mit Spielern aus der Zweiten und aus der A-Jugend auffangen. Offensivfußball wird man am Sonntag von uns aber nicht erwarten können. Wir werden tief stehen“, sagt Behle.

„Das wird dann wohl Not gegen Elend“, sagt Mario Plechaty und übt sich in Galgenhumor. Der Lüner Trainer ist wegen der Platzsperren noch immer verärgert. „Wie soll man ein Abschlusstraining bei gesperrten Plätzen machen? Ich weiß momentan nicht, wie es weitergeht. Wir werden Samstag trainieren müssen“, so Plechaty, der neben den zuletzt fehlenden Spielern nun wohl auch Ali Bozlar und Aboubakar Fofana ersetzen muss. „Wir haben mehrere Baustellen, mit denen wir nach Finnentrop fahren. Wir müssen aber gewinnen“, so Plechaty weiter.

Anpfiff: Sonntag, 15 Uhr, Im Ohl 9, Finnentrop

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